Wer dir beigebracht hat, dass das Leben anstrengend sein muss
Du hast sicher schon oft gehört, dass das Leben anstrengend sein muss. Aber warum denken wir so, dass wir es selbst so machen müssen?
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Wann haben wir eigentlich gelernt, dass das Leben anstrengend sein muss? Ist das nicht irgendwie ein bisschen verrückt? Wir sind hier auf dieser Welt und es könnte so gut sein und wir rennen durch die Gegend und haben diese inneren Antreiber in uns. was das mit einem Kinderbuch zu tun haben könnte oder wahrscheinlich womöglich mit mehreren und mit Sätzen, die so ganz selbstverständlich in unserer Gesellschaft umherschwirren und was du tun kannst, damit du dich ein bisschen entspannen und ausruhen kannst. Darum geht es in dieser Folge. Herzlich willkommen am virtuellen Tagerfeuer. Mein Name ist Katrin Stahl. Ich bin Körpergestaltcoachin und ich begleite Menschen in Umbruchphasen seit vielen Jahren, auch mit den Pferden. Und die Pferde zeigen uns immer wieder, wie getrieben wir eigentlich sind. Die kennen die Sätze, die in uns unterwegs sind gar nicht. mit denen können sie sich nicht verbinden. Die Heilung und die Ruhe und der Frieden in uns, die treten dann ein, wenn wir uns unserer Innenwelt zuwenden und auch dem, was wir so ganz selbstverständlich nach außen tragen. Diese Folge ist eine Einladung dafür, dass du dich dir zuwendest und dass du weißt, dass diese inneren Stimmen, die dich manchmal nicht zur Ruhe kommen lassen, einen richtig guten Grund dafür haben, da zu sein. Ich hatte vor kurzem ein Kinderbuch noch mal in der Hand, dass ich früher meinen Kindern vorgelesen habe, damals noch mit einer ganz anderen Brille, nämlich damals brauchte ich noch gar keine. Ähm, die Brille, die ich damals anhatte, war eine ja, das ist einfach ein schönes Kinderbuch. Und diese eine Szene, die kam mir aber jetzt wieder in den Sinn und ich habe sie noch mal nachgelesen. Es geht um ein kleines Mädchen, das mit seiner Puppe in seinem Kinderzimmer sitzt und das Mädchen spricht mit seiner Puppe und es sagt dieser geliebten Puppe, das muss besser werden. Das muss aber wirklich besser werden. und sie schimpft mit dieser Puppe. Natürlich ist das kein Dialog, den das Mädchen sich ausgedacht hat. Und natürlich geht es nicht um die Puppe, sondern das, was das Mädchen da sagt, ist etwas, was sie selbst gehört hat. Und wahrscheinlich war sie damit gemeint, so entstehen unsere inneren Stimmen, so entstehen unsere inneren Antreiber. Meistens gesellen sich dann im Laufe des Lebens weitere Stimmen zu diesen Antreibern. Wir haben eine unendliche Vielzahl von Stimmen in uns. Ähm und wir haben eben auch Stimmen, die uns dann dafür verurteilen, dass wir so denken, dass wir denken, du musst dich aber mehr anstrengen. Ja, und sie alle und das ist nicht so neu, denn wenn du mir schon ein bisschen folgst, habe ich das hast du das schon ein paar mal bei mir gehört. Diese Stimmen sind alle da, um uns zu beschützen. Und sie sind nicht in uns entstanden. Sie sind unsere internalisierten Eltern. nicht immer die Eltern, manchmal auch die Lehrer. Aber wir sind ja nicht mit diesen Stimmen auf die Welt gekommen. Wir sind auf die Welt gekommen als ein Selbst, als ein reines, neugieriges, stilles Selbst. Und diese Stimmen, die da so in uns plappern, die haben sich über das Selbst gelegt und wir versuchen sie so häufig zu bekämpfen. Und auch in vielen Therapieformen ist der Ansatz nicht ihnen zuzuhören und sich ihnen liebevoll zuzuwenden, sondern einen inneren Kampf zu beginnen. Und natürlich ist das wahnsinnig anstrengend. Es fühlt sich an als wenn wir gegen uns selbst kämpfen würden dabei, wenn wir uns erlauben, diesen Stimmen zuzuhören und ihnen zu sagen, dass wir und das ist nicht leicht, also und das geht auch nicht sofort, dass wir ihnen sagen können: "Oh, toll, super, dass du da bist, du machst mir mein Leben so richtig schwer. Darum geht es nicht." Aber dass wir überhaupt erstmal anfangen, ihnen zuzuhören und zu sagen, okay, es ist okay, dass du da bist und erzähl mir mehr. Erzähl mir mehr. Ich bin neugierig auf dich und auch wenn es weh tut, ich möchte wissen, was du mir zu sagen hast. Im Internal Family System sind das die inneren Anteile. Und diese inneren Anteile sind manchmal selbst so verzweifelt. Vielleicht kennst du das. Vielleicht kennst du das, dass du so verzweifelt bist, wenn du dich dann diesem Anteil oder dieser Verzweiflung einmal zuwenden möchtest und fragen möchtest, was ist vielleicht noch da oder Verzweiflung, wovor schützt du mich vielleicht oder was sollte ich auf jeden Fall wissen? Dann kann sich etwas in dir entspannen und mit der Zeit wird sich das selbst immer mehr melden, weil es auf einmal Raum hat. Es ist ganz besonders berührend, wenn ich Paare begleite, wenn beide verstehen, okay, die Dinge, in denen wir aneinander geraten, das sind ganz verletzte Anteile oder Feuerwehrleute, die jetzt kommen und hier ähm uns unbedingt schützen wollen, ja, oder Anteile, die sagen, okay, so geht das hier nicht. Ich habe ein ganz klares Bild davon, wie es wirklich geht. Wenn wir uns klar machen, diese Anteile, die sich da begegnen, das ist nur so ein kleiner Teil von uns. Und eigentlich sind wir diese innere Stille und mit der Zeit können wir uns in dieser inneren Stille begegnen. Wow, was für eine neue Form der Begegnung. Vielleicht kannst du das schon spüren, wenn du das hier hörst, was für ein weiter Raum sich da öffnen kann. Und in den möchte ich dich einladen. Ja, in mir ist jetzt gerade so ein weiter Raum, dass ich meinen Faden verloren habe. Ich wollte noch etwas sagen, aber vielleicht ich gehe immer sehr mit dem, was ich zeigt und vielleicht ist das ein Zeichen, dass es schon viel war. Vielleicht ist es ein Zeichen, dass es jetzt gut ist und ich mich nicht anstrengen muss. Siehst du? Und während ich das sage, werde ich still in mir. Etwas in mir wird ganz still. Und dann spannend erinnere ich mich daran, was ich noch unbedingt hier sagen wollte, nämlich was denn unsere Gesellschaft und die Sätze, die wir uns ganz selbstverständlich um die Ohren hauen, damit zu tun hat, dass das Leben so anstrengend zu sein scheint, bzw. Weise, dass wir einfach davon ausgehen, dass das selbstverständlich ist, dass das Leben anstrengend sein muss. Und das sind Sätze wie das Leben ist kein Zuckerschlecken, das Leben ist kein Ponyhof. Warum? Natürlich ist das Leben nicht eine ein ständiger Quell der Freude. Und wenn wir denken, das sei dann kann daraus auch ganz viel Leid entstehen. Und trotzdem oder und gleichzeitig möchte ich dich einladen ganz achtsam immer wieder hinzuhören. So, welche Sätze sagen wir uns? Welche Sätze kommen da so blubbernd da so aus uns heraus? Und was löst es aus? Welche inneren Bilder entstehen dabei? Welche Sätze sagst du dir? Welche Sätze nimmst du in dich hinein von anderen Menschen und nimmst sie als ganz verständlich? Was passiert denn dir, wenn ich dir sage, das Leben ist kein Zuckerschlecken? ist anstrengend, oder? Ja. Und was, wenn wir uns ein bisschen entspannen können? Das wünsche ich dir, das wünsche ich mir auch und das wünsche ich uns allen. Danke, dass du hier mit mir gesessen hast. Wenn dir diese Folge etwas gegeben hat, dann hilft es mir sehr, wenn du sie likest, wenn du sie weiterleitest an andere Menschen, denen sie ein Geschenk sein kann. Und ich bin neugierig. Welche Glaubenssätze fallen dir ein, die so selbstverständlich herumwabbern, die uns das Leben anstrengend erscheinen lassen, anstrengender als es vielleicht sein müsste. Danke für dich, alles Liebe, deine Katrin und natürlich die Pferde.
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