Kathrin StahlBegleitung in Umbruchphasen
Hochsensibel

Beziehungskrise: Was euer Unbehagen wirklich bedeutet

Du empfindest Unbehagen in deiner Beziehung? Vielleicht spürst du es sogar körperlich als Schultern aufgerissen oder Brust eng geworden.

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Unbehagen in der Liebe. Das kann sich so ätzend anfühlen und manchmal spürst du es vielleicht sogar in deinem Körper. Deine Schultern gehen hoch oder deine Brust wird eng. Und ich möchte heute an diesem Lagerfeuer gerne mit dir darauf schauen, was für Gründe kann es denn geben für dieses Unbehagen? Und es gibt einen Grund, mit dem viele überhaupt nicht rechnen und es ist wichtig, den zu kennen. Am Ende der Folge möchte ich gerne euch als Paar ein paar Fragen schenken. Also, leg dir gerne etwas zum Schreiben bereit. Mach kurz Pause und dann komm zurück. Herzlich willkommen hier an diesem Lagerfeuer. Ich freue mich, dass du da bist und ich möchte dich gleich am Anfang zu einem Bild einladen. Stell dir vor, ihr beide steht Hand in Hand oder vielleicht auch gar nicht mehr hin Hand in Hand, sondern einfach nebeneinander an einer Türschwelle. Und hinter euch liegt ein Raum, in dem sind die ganzen bekannten Muster, die ganzen alten Gespräche, die sich so zäh anfühlen und die euch wahrscheinlich auch ab und zu mal oder häufig verzweifeln lassen. Und vor euch, da liegt ein neuer Raum, der ist unbekannt und wahrscheinlich heller und ganz sicher auch unsicher eben, weil er unbekannt ist. Und das ist eine Schwelle. Und vielleicht steht ihr gerade an der und spürt deswegen Unbehagen. Lasst uns da mal gemeinsam hinschauen, denn die entscheidende Frage ist jetzt: Bedeutet es Gefahr über die Schwelle zu gehen oder ist es ganz einfach einen Schritt in etwas Neues? Und ich möchte eben mit dir hinschauen, warum dieses Unbehagen nicht einfach heißt, es passt nicht mehr und warum es wichtig ist, genau hinzuschauen und auch ein bisschen das Nervensystem zu verstehen, denn manchmal ist es ein Hinweis auf alte Wunden oder schon ein Teil des Veränderungsprozesses, wenn ihr euch in eurer Beziehung unwohl und unerfüllt fühlt. Mein Name ist Katrin Stahl und ich bin integrale Körpergestaltcoach und begleite Einzelmenschen, die an Umbruch schwellen stehen und Paare, die denken, ah, unsere Liebe war mal anders, die fühlte sich mal viel erfüllter an und wir waren uns näher. Lass uns gemeinsam schauen. So, das entscheidende ist, Unbehagen in eurer Beziehung ist nicht das Problem, sondern ein Signal. Unbehagen in eurer Beziehung ist nicht das Problem, sondern ein Signal. Und es geht eben darum zu erkennen, was ist denn hier jetzt gerade am wirken. Dieses Signal kann in zwei Richtungen deuten. Einmal, dass alte Muster aktiv sind, die eurem Nervensystem zwar vertraut sind, die euch aber nicht mehr dienen. Sowas wie Misstrauen, Rückzug, Schuldzweisungen, Schweigen, vielleicht auch und das sehen wir uns auch gleich an, familiäre oder transgenerationale Glaubenssätze und Traumageschichten oder das ist die andere Richtung. Es zeigt, dass ihr gerade dabei seid, etwas Neues auszuprobieren, vielleicht auch ohne es zu merken. Und das fällt nicht immer leicht, denn das ist ungewohnt und unsicher. So viele Paare glauben, wenn es sich nicht gut anfühlt, stimmt etwas nicht. Doch das greift in den allermeisten Fällen nicht tief genug. In Beziehungen ist Unbehagen ein komplexes Signal. Es zeigt uns nicht nur an, wo etwas schiefläuft, sondern auch, wo Veränderung geschieht. Was ist es bei euch? Hm, vielleicht klagert es bei dir schon nebenbei, wenn du zuhörst und du überlegst, was könnte das in unserer Beziehung sein? Lass uns mal die drei wichtigen Punkte ansehen, die in Beziehungen wirken können. Gibt natürlich noch mehr, aber ich möchte jetzt auf drei eingehen. Und zwei davon kennst du wahrscheinlich schon. Ich möchte sie trotzdem noch mal erwähnen. Aber der dritte Punkt, der wird häufig nicht bedacht. Erstens könnten alte Schutzstrategien am Wirken sein und das ist ganz ganz häufig der Fall in Beziehungen, denn wir kommen zusammen, hast du bestimmt auch schon gehört, um unsere alten Wunden, unsere Kindheitswunden irgendwie zu heilen. Dafür kommen wir in Beziehungen zusammen. Hört sich crazy an, ist aber so. Denn dadurch, dass wir den Menschen, der uns am nächsten ist, ganz besonders gut kennen, hat er auch die größte Möglichkeit, uns unbewusst anzustoßen und uns in die Heilung zu schicken und umgekehrt natürlich auch. Ich möchte dir ein Beispiel geben. Vielleicht hast du in deiner Geschichte gelernt, dass Nähe gefährlich ist. Wenn du als Kind erfahren hast, dass deine Bedürfnisse nicht willkommen waren und dass du damit vielleicht sogar abgelehnt wurdest, dann hat dein Nervensystem etwas Wichtiges gelernt. Womöglich ist seine Strategie, ich halte mich lieber zurück. Ich zeige mich nicht mit meinem ganzen Fühlen. Und das ist ein Beispiel, dass ich gewählt habe, weil so viele der Frauen, die zu mir in die Einzelbegleitung kommen, davon erzählen. Und ich hatte gerade vor kurzem eine Klientin, die gerade in einer Beziehungskrise steckt mit ihrem Mann, mit dem sie schon sehr lange zusammen ist und da ist noch Liebe. Ähm und jedes Mal, wenn in ihr etwas Tiefes, eine alte Wunde angestoßen wird, dann ist ihre erste Reaktion nicht zu teilen, was gerade in ihr geschieht. Und das wäre nämlich der Schritt in die Heilung der Beziehung, ein erster kleiner Schritt in eine neue Erfahrung, sondern ihre Strategie ist dann sich zurückzuziehen und zu sagen, ich bin stark, ich schaffe das alleine. Und das hat mit ihrer Kindheit zu tun. Was ist das vielleicht bei dir? Vielleicht hast du schon eine Ahnung. Es ist nämlich so, und das zeigt ja dieses Beispiel schon, dass in der Partnerschiffschaft sich die alten Programme wieder melden und Nähe löst dann nicht automatisch Geborgenheit aus, sondern Alarm. Dann kommt noch hinzu, das aber ein anderes Thema, dass ein Teil von uns dann vielleicht dafür verurteilt auch noch, dass wir das nicht aushalten können, diese Nähe. Dazu habe ich eine andere Folge aufgenommen, die ich dir gerne empfehlen möchte. Also das Unbehagen in diesem Fall sagt dir dann, hier ist ein alter Schutz aktiv und nicht unbedingt hier stimmt was mit meiner Beziehung nicht. Ja, das kann immer auch sein, dass etwas mit deiner Beziehung nicht stimmt. Und in allererster Linie geht es darum, das Alte anzugucken und zu heilen und dann zu schauen, so was bedeutet das für meine Liebe? Ja, das zweite, was wirken kann, sind und ich habe das schon kurz erwähnt, vererbte Muster, vererbte Glaubenssätze, transgenerationale Traumar. Vielleicht hört sich auch das erstmal verrückt an. Und die Forschung zeigt, dass wir und es ist eigentlich auch logisch Dinge in uns tragen, die z.B. unsere Großeltern erlebt haben, einmal in unseren Genen, weil uns das so weitergegeben wird, aber auch und das ist ganz klar, dadurch, dass unsere Eltern in einem bestimmten Umfeld aufgewachsen sind, mit bestimmten Glaubenssätzen und Mustern aufgewachsen sind und wir dann eben auch, denn unsere Eltern, je nachdem welche Generation du so bist, hatten womöglich gar nicht die Möglichkeit Traumatat zu bearbeiten. Und so werden die immer weitergegeben und wir sind uns häufig gar nicht bewusst, was da eigentlich in uns wirkt. Vielleicht gibt es in deiner Familie Sätze wie bei uns halten es die Männer nie lange aus oder die Frauen bleiben immer zurück oder auf Männer kann man sich nicht verlassen. Vielleicht ist da eine Verachtung für Männer eine ganz ganz alte und irgendwo in dir wohnt sie vielleicht auch und vielleicht schreit es jetzt auf keinen Fall. Und vielleicht lohnt es sich aber auch da mal hinzugucken. Das erlebe ich immer wieder in Aufstellungen, dass in Frauen, obwohl sie es ganz weit von sich weisen, diese Verachtung, diese heimliche Verachtung für Männer lebt. Und das kann sich in Dingen auswirken, die uns gar nicht klar sein sind, dass da Verachtung drinne liegen könnte. Und deshalb, wenn ich Paare begleite, sind Aufstellungen immer Teil davon. Wir gehen nicht nur in die Heilung der alten Wunden, damit wir uns neu begegnen können bzw. ihr, sondern wir gehen auch in die Familiengeschichte, weil da auch eine ganz ganz große Heilung liegen kann. Hm. Ja, und dann habt ihr euch das vielleicht alles angesehen und dann seid ihr wild entschlossen, etwas ganz Neues zu machen und ihr versucht das Neue aus, das neue Verhalten und jetzt kommt der Fallstrick. Jetzt kommt das, woran viele nicht denken. Ihr macht das neue und es wurde euch vielleicht versprochen, vielleicht auch von euch selbst. So, jetzt wird es gut, denn wir machen ja was Neues. Wir machen das, was gut für uns ist. Und dann kommt euer Nervensystem um die Ecke und sagt: "Mo einfach ist das nicht. Das hier fühlt sich nicht vertraut an. Das hier ist nicht sicher. Und ich möchte bitte in meine alte Schutzstrategie zurück." Und bä, bist du wieder in der Situation, dass du dich zurückziehst oder dass du angreifst. Und wieder steht dein Partner, deine Partnerin vor Mauern oder verschlossenen Türen oder umgekehrt. Ja, und dann ist es eben schnell gesagt, das hier funktioniert nicht. Ich habe es dir doch gleich gesagt, mit uns, das klappt einfach nicht. Aber was, wenn du durchatmest, wenn ihr beide durchatmet? Ha, da bin ich wieder mit meinem Ha und das kann so hilfreich sein, dieses Durchatmen und dass ihr euch klar macht, hier ist etwas Neues und das braucht Raum und das braucht ähm ja, das braucht euch beide, denn wir tappen häufig in die Falle der schnellen Ergebnis. Wir leben in einer Gesellschaft, in der alles schnell ist, in der wir Expresslieferungen bekommen am nächsten Tag. Aber Heilung geschieht so nicht auch und schon gar nicht die Heilung unserer Beziehung zu unserer Liebe. Ähm ja, und unser Nervensystem braucht Wiederholung. Das braucht ganz viel Geduld, auch gegenseitige Geduld und viele kleine Erfahrungen von Sicherheit, damit ihr euch neu ausrichten könnt. Und das können wirklich Babyschritte sein oder meistens braucht es wirklich Babyschritte. Also zieht eure Meilenstiefel aus und begegnet euch ganz neu, ganz vorsichtig und achtsam. Ja. Ich möchte noch mal kurz zusammenfassen. Das Unbehagen, das du vielleicht spürst, kann also bedeuten, dass alte Muster bei dir wirken oder bei euch beiden wirken oder bei einem von euch. Es kann auch bedeuten, dass die Muster viel älter sind als euch, nämlich transgenerational. Und manchmal zeigt es auch, ihr seid auf dem Weg. Ja, und die eigentliche Einladung ist eben zu schauen, wie können wir hier zusammenkommen. Nicht sofort zu entscheiden, es passt nicht mehr, habe ich doch gewusst, sondern ihr könnt gemeinsam hinschauen, was will uns dieses Unbehagen sagen? Und manchmal ist der Zug abgefahren oder wir sind schon in unterschiedlichen Zügen unterwegs, dann geht es auch nicht mehr gemeinsam und achtsam da drauf zu schauen, sondern dann braucht es den Blick von außen und es braucht eine wirklich achtsame, gute Begleitung, einen Raum, in dem ihr euch wirklich sicher fühlt und euch fernab jeder Bewertung und jeder Erwartung begegnet. könnt. Ich möchte euch so sehr einladen, euch wirklich eine Begleitung zu schenken, in der ihr euch so fühlen könnt, nämlich nicht bewertet und erwartungsfrei und in der die Neugierde aufeinander wieder wachsen kann. Ich begleite Paare online und im Feld der Pferde hier in Portugal in Retreats. Also, wenn ihr möchtet, schenkt euch Zeit nur für euch zwei hier in Portugal oder eben Zeit nur für euch zwei online. Und jetzt kommen die versprochenen Fragen. Also schnappt euch was zu schreiben. Dafür lade ich euch auch ein, einmal kurz durchzuatmen und noch mal das, was ich gerade versucht habe zu beschreiben, vielleicht ein bisschen tiefer sinken zu lassen. Vielleicht möchtet ihr die Fragen gemeinsam bewegen oder jede jeder für sich und auch nicht jetzt sofort, sondern ja einfach über die nächste Zeit. Und frage dich, wann spüre ich den größten Abstand zwischen uns? Was ist vorher passiert und im Außen? Und was passiert da in mir? Woher kenne ich das vielleicht? Die nächste Frage ist, wo verwechseln wir vielleicht ganz ganz alte Verletzungen mit dem, was hier und jetztነት zwischen uns passiert. Das ist es immer wieder hier und jetzt. Die Begegnung zwischen uns beiden ist hier und jetzt. Und da liegt die Heilung. Die nächste Frage ist, wie fühlt sich für mich sicher verbunden an? Wann kann ich das mit dir spüren? Wann habe ich das vielleicht das letzte Mal mit dir gespürt? Was brauche ich dafür in mir? Das ist ganz wichtig. Was brauche ich dafür in mir? Ja. Die letzte Frage: Welche kleine neue Geste könnte ich wagen, auch wenn sie sich im Moment ungewohnt anfühlt? Eine kleine Geste von dir. Und fragt euch ruhig gegenseitig auch, welche kleine Geste von dir würde mir jetzt gut tun und wenn sie noch so ungewohnt ist, was brauche ich dafür, um die annehmen zu können? Also wie gesagt, diese Fragen bzw. eure Antworten darauf sind keine schnelle Lösung, sondern da könnt ihr so ein bisschen hineinleben. Das wünsche ich euch. Wenn ihr also jetzt merkt, wir stecken irgendwie im Kampf fest oder im Rückzug und einer von euch beiden mauert sich ein und ihr kommt da alleine nicht weiter, dann bin ich so gerne für euch da. mit oder ohne Pferde und ja, es ähm ist wirklich ein Weg, der sich lohnt und ich wünsche dir so sehr. Zeigt eurem Leben, wie kostbar es ist. Alles Liebe, deine und eure Katrin und die Pferde.

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