Kathrin StahlBegleitung in Umbruchphasen
Hochsensibel

Hochsensibel, hochbegabt, anders: Du sein, oder normal sein?

Du könntest ein Opfer der Normalopathie sein, wenn du dich oft als anders empfindst und versuchst, an das gesellschaftliche Normaleinzug zu finden. Erkennst du dich darin?

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Wenn du dich falsch fühlst, obwohl du einfach  nur anders bist, dann hat das vielleicht einen   Namen. Und darüber möchte ich heute an diesem  virtuellen Lagerfeuer sprechen. Und vielleicht   ist es für dich eine ganz neue Erkenntnis, die du  heute mitnehmen kannst. Vielleicht auch nicht ganz   so neu, sondern einfach eine Erinnerung. Aber ich  wünsche dir auf jeden Fall viel gute Inspiration,   wenn du jemals gedacht haben solltest, mit  mir stimmt etwas nicht. Mein Name ist Katrin   Stahl. Ich bin Körpergestaltcoach und arbeite mit  Menschen online und hier in Portugal in Retreats   mit Pferden. Und die Pferde, die zeigen uns immer  wieder, wie normal es ist anders zu sein. Denn in   einer Herde hat jeder seine Funktion und da gibt  es keine Erwartung. Aber in unserer Gesellschaft   ist das ganz anders und darauf möchte ich heute  ein bisschen eingehen und auch darauf, was das   mit unserem Nervensystem zu tun hat und wozu das  alles führen kann. Also vielleicht ist es ja bei   dir auch so, du fühlst zu viel oder du denkst zu  viel oder du nimmst zu viel wahr und vielleicht   hast du auch immer mal wieder gehört und hörst  es vielleicht immer noch. Stell dich nicht so an.   Dann bleib unbedingt dran, denn dann könnte diese  Folge für dich wirklich wertvoll sein. Vielleicht   nämlich hast auch du irgendwann angefangen, dich  zurückzunehmen und hast gelernt, ich muss anders   sein, um dazu zu gehören und um nicht aus der  Reihe zu fallen, um zu passen. Ja, aber wo rein   denn eigentlich? Das gucken wir uns gleich genauer  an. Es gibt diesen unsichtbaren gesellschaftlichen   Druck, der sagt, so wie du bist, bist du nicht  richtig. Und wenn du das kennst, dann bist du   nicht allein. Und vielleicht ist es wirklich jetzt  an der Zeit etwas ganz wesentliches zu erkennen.   Du bist nicht das Problem. Du warst nie das  Problem. Und ähm ich sag dir auch gleich, welche   Menschen diese Gedanken, die ich gerade eben schon  ein bisschen geschildert habe, ganz besonders   betreffen. Und ähm ich nehme an, das könnte etwas  in dir berühren. Das Problem ist nämlich etwas   viel Größeres und etwas Unsichtbares, worüber kaum  gesprochen wird. Aber wahrscheinlich vielleicht   hast du darüber auch schon nachgedacht, ohne  dem ganzen einen Namen zu geben. Der Name   ist Normalopathie. Was bedeutet das? Unsere  Gesellschaft liebt das Normal, das was unsere   Gesellschaft normal nennt. Und sie erwartet,  dass jeder sich an dieses normal anpasst,   dass jeder sich an diesem normal orientiert.  Und wir leben in der Welt der Normalopathie.   Und Normalopathie ist so ganz leise und sie wirkt  ganz tief in uns. Oft so tief, dass wir es nicht   einmal bemerken. Aber das hat Auswirkungen  auf unseren Körper, auf unseren Geist,   auf unsere Seele, auf unser Herz, auf alles. Denn  die Normalopathie ist wirklich dieser unsichtbare   Druck, der dich zwingt, dich an eine Norm  anzupassen, die nie deine war. Und sie beginnt mit   setzen und jetzt einmal Ohren auf, weil du hast  die bestimmt schon gehört. Reiß dich zusammen.   Sei nicht so empfindlich. Das macht man eben so  oder auch so schlimm ist es ja nun auch nicht.   Und irgendwann hörst du auf deine  Wahrheit zu sprechen und irgendwann   hörst du auf deine Sensibilität zu zeigen  und du hörst auf dich selbst zu spüren. Und weißt du, der Weg zurück und das galt  für mich damals ganz genauso beginnt mit   einem Erkennen. Und dieses Erkennen ist  das normal wird von Menschen festgelegt,   die einfach anders denken, die anders  fühlen, anders funktionieren als du, als ich,   als viele Menschen, die jetzt wahrscheinlich  hier gerade mit uns am Lagerfeuer sitzen. Und   wenn du sagen kannst, das ist nicht meins und  ich bin nicht falsch, ich leide nicht an mir,   sondern an der Normalopathie dieser  Gesellschaft, dann ist das ein Riesenschritt. Und wer leidet denn am meisten darunter unter  dieser Normalopathie? Das sind Menschen, die ja,   wie ich schon sagte, anders fühlen.  Hochsensible z.B. oder hochsensitive Menschen, die anders denken, vernetzter denken,  die bestimmte normale Gedankengänge so einfach   nicht stehen lassen können und darüber auch  diskutieren wollten, aber sie wurden nicht gehört,   weil das normal diese Gedankengänge nicht  nachvollziehen konnte und dann können fremde   Gedankengänge zu einer Bedrohung werden.  Vielleicht kennst du das. Und wir spüren   diesen Schmerz schon ganz früh, nämlich in unserer  Kindheit. Und es fängt auch in unserer Kindheit   häufig an, dass wir die Sätze, die ich gerade  sagte, stell dich nicht so an und so weiter zu   hören bekommen. Und das gibt uns das Gefühl,  nicht dazu zu gehören. Wir brauchen das aber   dazu zu gehören und dann treibt uns der Wunsch an  es irgendwie zu schaffen irgendwie eben doch dazu   zu gehören, obwohl wir ganz offensichtlich falsch  sind, weil weil wir nicht der Norm entsprechen.   Das können wir als Kind aber ja noch überhaupt  gar nicht so klar denken und klar überblicken   und benennen. Und warum passen wir uns denn  eigentlich an? Ich habe es gerade schon gesagt,   es gibt in uns Menschen gerade, also für  Kinder, das ist es überlebensnotwendig   dazu zugehören. Und wenn wir das Gefühl  bekommen, dass unser Anderssein dazu führt,   dass wir ausgestoßen werden aus unserem Rudel,  dann ähm müssen wir uns verbiegen und verstellen,   sonst ist unser Überleben bedroht. Und das hat  natürlich auch mit unserem Nervensystem ähm zu   tun, denn unser Nervensystem, das sucht nicht  nach Normalität. Das diese diese Begrifflichkeit   kennt unser Nervensystem nicht, sondern unser  Nervensystem sucht nach Sicherheit und Sicherheit   wird hergestellt über dazu zu gehören und ich bin  sicher, weil ich verbunden bin mit meinen Eltern,   mit meinem Clan, mit meinem Rudel und wir spüren  das schon als Kinder. Wenn ich anders bin, gehöre   ich nicht dazu. Und dann ist es für unser System  Alarmstufe rot. Und ähm wir verstellen uns nicht,   weil wir schwach sind, sondern weil wir  Menschen auf Verbundenheit angewiesen sind.   Und so ist es auch heute. Wenn du dich wieder  mal ärgerst darüber, dass du nicht deine Wahrheit   gesprochen hast, dann kannst du dem Teil in dir,  der sich da zurückgenommen hat, sagen, gut so, das   war ein Schutzmechanismus. Du hast sichergestellt,  dass wir dazu gehören und lass doch mal gucken,   ob es nicht doch auch einen anderen Weg gibt, um  dazu zu gehören. Sind so schöne innere Gespräche,   die du führen kannst, wenn du siehst oder wenn du  erkennst, du bist nicht nur, du bist ein Mensch,   ja, aber du hast verschiedene Anteile in dir und  du kannst gucken, so welcher Anteil war da gerade   am Wirken. Damit arbeite ich in meiner in meinen  Coachings, in meinen Sessions sehr viel. Und es   ist ja ganz offensichtlich, dass ähm diese Suche  nach Verbundenheit auch zur Falle werden kann,   wenn wir uns diese Zugehörigkeit eben  nur noch durch Anpassungen erkaufen,   dann verlieren wir uns selbst. Und das ist  ja das wertvollste, was wir haben können.   Und wir verlieren unsere innere Wahrheit. Und  letztendlich, wenn wir uns verraten, verlieren   wir unsere Lebendigkeit und wir verlieren das  Gefühl von ich bin richtig so wie ich bin. Und vielleicht kannst du einen Moment in diesen  inneren Aufruhr gehen, den das auslösen kann,   wenn du dich eben nicht richtig fühlst und dich  ständig in Frage stellst. Wenn einen Anteil in dir   einen anderen Anteil ständig in Frage stellt,  das ist ein innerer Kampf. Ich möchte dir ja   ähm eine Geschichte aus einem Coaching erzählen,  natürlich ähm so äh ähm verändert, dass man meine   Klientin nicht erkennen kann. Ich nenne sie  jetzt hier mal Anna. Und Anna war das, was   wir in unserer Gesellschaft erfolgreich nennen.  Sie hatte ähm Karriere gemacht, war erfolgreich   in ihrem Job und sie hatte Familie und ähm ein ja  war finanziell auch gut aufgestellt und das sah   nach dem perfekten Leben aus, so von außen und  sie hatte sich so angepasst und sie kam zu mir,   weil sie sich innerlich taub fühlte und weil sie  merkte, ich funktioniere nur noch, aber ich lebe   nicht mehr. wirklich und das ist ein Satz, den ich  von so vielen Menschen höre, die zu mir kommen.   Und das ist so schmerzhaft zu funktionieren, aber  nicht mehr richtig zu leben. Und in einer unserer   Sitzungen sagte sie einen Satz und der geht so ins  Herz, ich glaube, ich weiß gar nicht mehr richtig,   wer ich eigentlich bin. Weißt du das noch? Weißt  du noch, wer du wirklich bist? Das ist nämlich   genau der Kern von Normalopathie. Wir verlieren  den Zugang zu uns selbst. Nicht, weil wir etwas   falsch machen, sondern weil wir versucht haben  oder es ständig versuchen in ein Leben zu passen,   das nie für uns gedacht war. Und für Anna  war das so ein ganz leiser Moment, als wir   über Normalopathie sprachen und ihr plötzlich klar  war, diese Regeln, die da unausgesprochen gelten,   schon in der Schule auch, die kann ich gar nicht  erfüllen. Das bin ich nicht. Und für sie war es   der Anfang, sich wiederzufinden und innerlich  zu sagen, stopp, so mache ich nicht mehr weiter.   Und sie hat jetzt nicht alles auf einmal über  den Haufen geworfen. Das würde unser System   komplett überfordern. Und dann ist das häufig  so äh auf dieser Heldinnen Reise zu uns zurück,   wenn wir alles auf einmal versuchen zu ändern.  ähm, dass wir dann wieder umdrehen und zurück ins   gewohnte gehen. Was unser System braucht, ist ein  langsam machen und ein achtsam sein. Und Anna hat   halt ja einfach mal nein gesagt und hat mal hier  und mal da ein ehrliches Wort ausgesprochen und   hat gemerkt, das geht. Sie konnte neue Erfahrungen  machen und sie hat vielleicht einen Atemzug mehr   genommen, bevor sie etwas gesagt hat, was gar  nicht zu ihr gehörte. Oder sie hat sich Zeit   genommen zu spüren, bevor sie gesprochen  hat, was will ich denn? Was will wirklich? H was willst du? sind so diese Momente des  leisen Erkennens und vielleicht spürst du   das auch gerade, dieses leise Mhm. Aha.  Und das ähm ich habe mich angepasst und   ich habe versucht normal zu sein und ich  habe mich dabei selbst verlassen. Weißt du,   es gab einen Zeitpunkt in meinem Leben,  als ich das erkannt habe, dass ich dann,   als ich anfing damit zu arbeiten, irgendwann  sagen konnte, ich verlasse mich nie wieder. Und es gelingt mir nicht immer, aber  es gelingt mir sehr viel häufiger als   noch vor ein paar Jahren. Und das ist so  ein schönes Gefühl, dass ich dir so sehr   wünsche. Wenn das in dir ankommt, dann bist  du schon mitten auf dem Weg zu dir zurück,   denn der beginnt da, wo wir etwas  erkennen und vor allen Dingen auch,   wo wir uns erlauben, das zu spüren, wo du  dir erlaubst, auch diesen Schmerz zu spüren, was es bedeutet, dich selbst zu verlassen  und deine Werte zu verlassen bzw.   gar nicht mehr den Mut zu haben,  vielleicht deine Werte zu definieren,   weil du weißt, damit würde ich nicht dazu  gehören. Es ist vielleicht jetzt Zeit,   dich zurückzuholen. Und ich möchte dir so  gerne sagen, bitte beg dich nicht in die Falle,   dich jetzt zu verurteilen oder dir Vorwürfe zu  machen. Warum habe ich das nicht früher erkannt?   Warum ähm habe ich nicht schon viel früher  gesehen, dass diese Normalopathie existiert?   Darum geht es nicht. Es geht darum, dass es  jetzt ist. Jetzt ist es vielleicht soweit.   Jetzt kannst du vielleicht schon mal  anfangen, ganz kleine Baby Schritte zu machen,   zurück zu dir. Und ähm ich möchte dir gerne ein  paar Fragen geben, die ähm dir helfen können,   da so ein bisschen anzufangen, damit zu arbeiten.  Und ähm vielleicht hast du was zu schreiben da.   Wenn nicht, dann spul einfach noch mal zurück  und äh schreib dir diese Fragen auf und lass dir   wirklich wirklich Zeit damit. Und die Fragen sind,  wann habe ich begonnen, mich kleiner zu machen?   Du kannst dazu eine innere Zeitreise machen und  lass dich einfach mal überraschen, wohin dich das   trägt, in welche Situation in deiner Kindheit.  Vielleicht die nächste Frage ist, wo halte   ich mich zurück, obwohl ich es nicht mehr will,  obwohl ein Teil in mir etwas ganz anderes möchte. Und da kannst du tatsächlich schon mal anfangen,  ein bisschen mit den inneren Anteilen zu spielen,   wenn du das möchtest. Und wenn du sagst, äh,  damit kann ich jetzt nicht so viel anfangen,   dann komm einfach mal in ein Coaching zu  mir und äh wir machen das gemeinsam. Es   ist so ein Geschenk für mich auch zu  sehen, wie Menschen wieder leuchten,   die sich verloren hatten. Okay, Frage Nummer  3: Welche Wahrheit spreche ich nicht aus? Vielleicht nicht einmal vor mir selbst. Frage Nummer 4: Was würde passieren, wenn ich  mich nicht länger anpasse? Und das ist so eine   Kernfrage, weil es sein kann, dass du da mit  deinen inneren Dämonen konfrontiert wirst,   wenn du dir diese Frage wirklich offen  stellst. Kann es sein, dass du merkst,   dass dieses sich anpassen ja auch eine Form von  Bequemlichkeit für dich bereithalten könnte? So,   du kannst dich auch fragen, was müsste ich  tun, wenn ich mich nicht mehr anpassen würde?   Aus welcher bequemen Zone müsste ich dann  vielleicht raus? Vielleicht bedeutet das   oder würde es bedeuten, eine Freundschaft zu  verlassen oder ähm ein bestimmtes Lebensumfeld. Und die letzte Frage, wer bin ich, wenn ich niemand sein muss? Und das  ist die Frage, der wir im Coaching ähm nachgehen,   der du in meiner Begleitung nachgehst.  Wer bist du, wenn du niemand sein musst?   Und ich möchte dich so sehr einladen, mit mir  gemeinsam dahinzugehen und äh Rollen abzulegen,   die nicht mehr zu dir passen, die wie enge Kleider  geworden sind, in denen du nicht mehr atmen kannst   und zu erkennen, wo ist es wirklich an der  Zeit, Dinge freizugeben, Menschen freizugeben,   damit du dich und dein schönstes Leben  wieder spüren und wiederleben kannst.   raus aus der Erschöpfung und zurück ins  Leben. Ja, das wünsche ich dir. Danke,   dass du hier zugehört hast. Du findest den  Link zu meiner Arbeit unter diesem Video   und ich freue mich sehr auf dich  und bitte lass mir ein Like hier,   wenn dir diese Folge etwas gegeben hat. Alles  Liebe, deine Katrin. Ah, und die Pferde natürlich.

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