Kathrin StahlBegleitung in Umbruchphasen
Selbstfindung

Konfetti im Kopf. Über das Er-Leben von Demenz. Achtsame Fotoprojekte machen Herzen weiter.

Liebe Zuhörerin, das Erleben von Demenz ist eine Herausforderung, aber durch sensible Fotoprojekte können Herzen weiterlaufen. Michael Hagedorn hat den Verein "Konfetti im Kopf" gegründet, um die Helden und Heldinnen des Alters zu unterstützen und ihre Lebensgeschichten zu erzählen.

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liebe Menschen am Lagerfeuer herzlich willkommen es ist schön dass du da bist und es ist auch ganz schön wer heute bei uns am Lagerfeuer sitzt das ist nämlich Michael Hagedorn und Michael ist Fotograf und er setzt sich seit 17 Jahren für das Thema Demenz ein bzw die Aufklärung über Demenz und so wird es eben heute am Lagerfeuer darum gehen wie können wir gut mit diesem Thema umgehen was bedeutet das überhaupt wie kam Michael dazu wie können wir Menschen gut begleiten und vor allen Dingen was macht der Verein den Michael gegründet hat der Konfetti im Kopf heißt was ich ganz wunderschön finde und Michael ich möchte auch gerne mit Dir darüber reden was fotografieprojekte tatsächlich bewirken können weil wir sind ja in dem Bereich auch Kollegen und ich habe ja auch freie Fotoprojekte und ich finde das unfassbar spannend auch darüber mich mit ihr auszutauschen was da deine Erfahrungen sind so und jetzt Michael herzlich willkommen und schön dass du da bist danke ja danke liebe Katrin für die Einladung ich sitze sehr gerne am Lagerfeuer ja mache ich immer wieder mal eins hier bei mir zu Hause danke für die Einladung zu den Gespräch und ich freue mich dass Du dafür Interesse hast gerade auch als Kollegin ja ja das also es hat mich sehr berührt ich weiß tatsächlich nicht mehr wie ich überhaupt auf deiner Seite gelandet bin und so in meiner Welt gibt es keine Zufälle und dann dachte ich okay das ist eine Seite die mich fasziniert und ähm da alles was da steht auch diese schönen Initiativen die ihr habt ja fand ich wahnsinnig schön weil es ist ja nicht beim Fotoprojekt geblieben aber lass uns mal also es geht ja hier am Lagerfeuer um die Helden und Heldinnen Reisen des Lebens und so ein Verein ins Leben zu rufen ähm steckt ja schon der Ruf drinne so also es hatte ich gerufen etwas zu tun und lass uns doch mal da reingehen wie kamst du überhaupt zu dem Thema der naheliegendste Gedanke wäre dass es in der Familie ein Fall von Demenz gab aber das Team war nicht so was ich habe schon ich habe so ein lebenslanges Faible für ältere Menschen die ganz als ich ganz klein war und mit meinem Urgroßvater damals sehr viel Zeit verbracht habe er hat mir lesen man Schreiben und Rechnen beigebracht und das muss wohl aus der Zeit stammen dass ich einfach irgendwie auch später noch immer wieder so für ältere Menschen hatte und ihre Lebensgeschichten zu hören und so kam ich vor ungefähr nach 25 Jahren wieder über meine Arbeit als Fotografen mehr in Kontakt zum Thema also mit älteren Menschen und habe dann einfach da einige Projekte gemacht im Bereich und dann irgendwann zu sagen Mensch jetzt machst du so viel zum Thema Alter jetzt solltest du doch einfach mal was und immer Demenz machen also meine Kopf Entscheidung damals auf dem Stipendium beworben worden ist bekam und dann äh diese große Frage bist du Entsetzen was mache ich jetzt wie ist jetzt damit an weil ich war ja wie die meisten von uns geprägt von diesen Bildern von Demenz die so so furchtbar sind und so schrecklich und die Menschen verlieren ihre Würde an ihre Persönlichkeit und wie gehe ich denn mit diesen Menschen um wie ist das mit dem Persönlichkeitsrechten als Fotograf mit den Fotos und wie funktioniert das überhaupt so also ich war ziemlich gerade zumindest auf der Stelle ich hatte da jetzt irgendwie Geld und loszulegen aber keine Ahnung wie und dann paar Monate klingt ein putzen und ähm Kontakt schließen bitte informieren aber halt irgendwie halt über die gängigen Quellen ich bisher so konnte das Zeitung Zeitschriften damals auch schon online aber ja es war einfach alles sehr geteilt als düsteren Bildern und dann war ich ganz schön verlegen und ähm es gab dann die ersten Kontakte zu entsprechende demenzeinrichtungen und ich hatte danach die Gelegenheit doch da ein bisschen Mäuschen zu spielen dabei zu sein reinzuschnuppern bisschen so respektieren und auch einfach mal mit dabei zu sein mit der Maßgabe die Kamera nicht auszupacken das waren irgendwann eigentlich das nervig weil ich wollte loslegen ja klar aber es war auch im Nachhinein wirklich eine großes Geschenk weil ich einfach auch viele lernte darüber was wirklich wesentlich war im Umgang mit Menschen mit Demenz und als es dann wirklich losgehen so im März 2006 mit dem ersten fotografieren da merke ich sehr schnell dass das was ich so dachte oder meinte gelernt zu haben aber der Mensch das ist überhaupt nichts mit dem zu tun hatte was ich davor fand okay erzähl mal mehr was ich fand was ich vor fand an Begegnung war sehr geprägt von Unkonventionalität von Lebensfreude und Direktheit von Leben im Hier und Jetzt [Musik] und es hat mich wirklich sehr sehr beeindruckt natürlich weiß nicht alles irgendwie nur alte Sonnenschein und ganz wundervoll ich habe auch andere Momente erlebt wo man denken könnte es war vielleicht das irgendwie nicht so schön für die Person aber der projizieren wir ja auch sehr viel rein und solche Situationen und ja eine Tat ja klar wir sind ja auch alle Menschen die auch deren Gefühle wechseln zwischen schön und weniger schönen Momenten und das ist gilt natürlich auch für Menschen mit Demenz und ich muss jetzt hier vorweg stellen falls das irgendwie jetzt irgendwie zu kurz kommen werden uns das Gespräch natürlich ist die eine Demenzdiagnose ein großer gravierender Einschnitt ins Leben eines Menschen und auch alle anderen zugehörigen ne das ist ja überhaupt gar keine Frage und dass wir uns das nicht freiwillig aussuchen würden die meisten von uns jedenfalls das liegt auch auf der Hand und zugleich liegt daran auch nur unglaublich große Chance wenn man sie irgendwie auch zulassen wenn wir uns öffnen für die Möglichkeit dass es eine Chance gibt daran etwas gutes etwas was wir daraus lernen kann und wenn du sagst wir können etwas daraus lernen kannst du das ein bisschen konkreter beschreiben also für mich war das ganz ganz lehrreich zu sehen wie Menschen mit Demenz im Hier und Jetzt sind dass sie wirklich den Moment so wie er jetzt gerade ist einfach dann auch total leben ohne jetzt den direkten Vergleich ziehen zu ähnliches Kinder machen kleine Kinder mit der einigen Direktheit wir haben sie jetzt mit erwachsenen Menschen zu tun die in ganz leben oder ein erfülltes Leben in der Regel hinter sich haben und natürlich auf den anderen Ebene sind aber aber es nähert sich dem spielerischen leichten des Lebens oft wieder an zumindest in der späteren Phase der Demenz zu Anfang die ersten Jahre können wirklich sehr herausfordernd sein so aber später dann ich habe ja zunächst habe ich mich sehr mit Menschen in einer späteren mittleren späteren Phase der Demenz beschäftigt und da ist es oft so dass du noch so einer ja das irgendwann so eine ganz glücklich sein sagen seine ganze ruhige fast selige Phase des Lebens irgendwie einsetzen kann für viele und das hat mich einfach total auch meine totales Herz auch geöffnet ja diese Menschen für dieses Projekt auch und noch weiter zu schauen und das ist auch weiter zu erzählen in meinen Geschichten ja ja mir kommt da wenn du sagst so selige Zeit kommt mir das Wort Hingabe ich mag das so gern und so so hört sich das an als wenn es eine Hingabe dann an das Leben wäre und das ist ja das wo nachher so sehr Streben ne so viele von uns ja das ist ja auch das oder auch dieser dieses spontane aus dem Moment heraus dieses Gefühl sein von einem von anderen Dimension anderen macht also einfach dieses vom Leben geführt sein in dem Moment das ist ja das auch wo noch so viele Künstler Streben irgendwie irgendwelche Psychologin psychoaktiven Substanzen nehmen damit sie irgendwie aus dem Verstand rauskommen und dann einfach irgendwie sich selbst zu seinem übernimmt oder irgendwie offen zu sein für Inspiration und so weiter und ja vielen Menschen mit Demenz ist das dann einfach gegeben wenn dieser Lebensphase auch wenn sie Fußnote das natürlich nicht freiwillig wählen würden sie die allermeisten ich habe allerdings das hat mich enorm beeindruckt in einer ziemlich frühen Phase meines fotoprojekts in München eine junge Pflegekraft kennengelernt kurz getroffen in einer Tagespflege für Menschen mit Demenz ein Tagespflege sind ja oft so die Städten in denen da so auch so ein bisschen was ein bisschen hin und her geht auch Menschen sind mit Demenz die halt noch die sehr viel hardern und ihre Situation die noch nicht so wirklich wissen wie sie damit klarkommen können und so weiter also durchaus ein Umfeld das Herausforderung ist so und diese junge Frau sagte zu mir wenn ich mal alt werde ich auch meine Demenz haben das ist boah was ist das für ein Satz was für eine Aussage was für eine andere und auch wenn ich das jetzt nicht komplett unterschreiben würde ja trotz meiner vielen Erfahrungen sind im Bereich das habe ich enorm beeindruckt und auch da ist auch sehr viel Wahres dran ich kann voll verstehen also ja ja also tatsächlich so wie du es beschreibst ist es äh die ja dieses Leben im Hier und Jetzt und ich möchte da gerne noch mal zurück weil du sagst so Künstler Streben nach diesem Moment und dann kam mir sofort die Frage hast du auch manchmal das Gefühl dass es durch dich hindurch fotografiert ich fühle mich in meiner Arbeit komplett geführt also das ist Frage sobald ich anfangen groß nachzudenken wird es manchmal eher mittelmäßig so klar wir haben unsere Routinen wir haben natürlich so unsere Art von Bildsprache ich glaube jeder von uns in gewisser Weise da können wir uns darüber auch immer wieder hinwegsetzen aber es war einfach wo wir schon beim Thema Bildsprache sind und so weiter für mich völlig klar in diesem Demenz Fotoprojekt dass ich jetzt nicht versuche immer einem einzigen Stil treu zu bleiben und eine so eine Linie durchzuziehen weil dafür wollte ich einfach war es einfach auch viel zu groß angelegt von Anfang an als Langzeitprojekt und ich wollte es nicht einhängen durch eine bestimmte Art von Perspektive oder eine Art von Sujet oder Art von keine Ahnung Perspektive dem Moment sozusagen völlig sozusagen die Regie zu überlassen und darauf zu reagieren in der in dem Moment mit bestmöglicherweise und dann in einem zweiten Schaffensprozess zum Beispiel über das kuratieren von Ausstellungen und so weiter ansonsten zweiten kreativen Prozess zu schaffen ja finde ich großartig dieses diese Herangehensweise gerade wenn du das über so viele Jahre angelegt hast dann wäre es ja wirklich schwierig wenn du sich an ein Konzept des Anfangs halten würdest ja schade und würde dann irgendwann auch vielleicht das ganze überhaufen werfen wenn man denkt nee das wird jetzt ein ganzen nicht mehr gerecht weil das ist jetzt eine ich habe vielleicht dann irgendwann eine andere Sichtweise aufs Thema zum Glück war vom bei mir von Anfang an sozusagen hat sich mir so ziemlich schnell erschlossen sozusagen diese diese Sichtweise die ich heute auch habe damals war ich ein bisschen radikaler und das habe ich auch bin ich radikal also diesen Kurs gefahren dass das ja auch echt so viele auch schönes hat und so weiter und eher auch so dieses bisschen polarisiert mit meiner Arbeit Statements im Bereich heute bin ich da etwas geschmeidiger natürlich auch irgendwie zulasse und auch gelassen und zugleich aber nimmer immer eben immer wieder auch Perspektiven aufzeigen möchte andere Perspektive aber als Angebot früher war es eher so so vor 15 Jahren dass ich das einfach irgendwie den Leuten so für um die Ohren gehauen habe oder vor die Nase gehalten sagen wir mal so und heute biete ich Ihnen die Möglichkeit da anders drauf zu schauen und und wenn sie es nicht annehmen ja Entscheidung Kaffee oder Tee also wenn man irgendwie halt wir können uns das ja aussuchen wenn es dich resoniert mit jemanden kann ich noch so lange mit jemanden auf jemanden einreden und ich hatte dazu auch eine ganz prägende Erfahrung das war auch nach ungefähr einem Jahr diese Arbeit zum Thema Demenz habe ich einen für mich damals sehr prägenden Professor und soll ich sagen Innovator aus dem Bereich Demenz in den USA besucht Professor John Zeisel der damals sowohl als Professor tätig war als auch einige alten Einrichtungen geleitet hat und auch irgendwie initiiert hatte also spezielle demenzeinrichtung und der hat einige wirklich ganz ich finde bahnbrechende Projekte irgendwie ins Leben gerufen hat zum Beispiel er ist Museumsführung für Menschen mit Demenz organisiert initiiert damals mit dem Museum of Modern Art zu verkaufen das heute als ihr eigenes Projekt aber er war der Initiator und auch eine wunderbare andere Sachen die ähm ja genau dabei und den habe ich besucht habe in seiner Einrichtung auch fotografiert und ganz wundervolle sehr sehr interessante Menschen kennengelernt ja wirklich und da habe ich eine ganze Reihe groß größerer Fotos mitgenommen sondern den ganzen Box mit was ich meine die besten Fotos die ich gemacht hätte in diesem Jahr und das erste Jahr war sehr intensiv und ähm ich habe halt irgendwie damals so weil ich einfach nur von meiner Herkunft Journalisten wenn ich dachte eben auch okay es sei nur legitim und richtig jetzt auch alle Seiten sozusagen das Lebens von Menschen mit Demenz darzustellen und es war also es ist mir sehr selten untergekommen dass ich Situation erlebt habe wo irgendwas mal so ein bisschen nicht so schön war ich weiß nicht wo uns lag an der Auswahl der Häuser war in den ich war oder ob die dann alle versucht haben alles irgendwie und dann Deckel zu halten aber es war eine Tat so dass ich fast nie was erlebt habe was gesehen habe was nicht so was man nicht so schön war aber es gab so ein paar Szenen wo jemand vielleicht irgendwie so angezogen war wie man sich vielleicht nicht normalerweise nicht anziehen würde zum Beispiel oder ein Bild dann habe ich gemacht da hat da haben die die Mitarbeiter des äh dieser Senioreneinrichtung der Matratze auf dem Boden gelegt auf der dann jemand schlief einfach um vorzubeugen dass die Person aus dem Bett fällt anstatt sie zu sozusagen zu fixieren über so eine dieser Haltestelle finde ich in der völlig probate Lösung fand ich in Ordnung aber es zahlt aus als sei da irgendwie ist halt nicht so sehr toll also habe ich also in diesem Portfolio von 200 Fotos waren also fünf sechs sieben die waren so ein bisschen und sagen ja kann man sich bis durch streiten und dann hat er hatte John sich die ganzen Fotos angeguckt und pickte diese fünf sechs sieben Fotos raus dachte meinte also zu dem großen Stapel der anderen Fotos und das ist ein schlechter Fotos das ist so ich mein Wort in der Art aber sehr ähnlich formuliert auf Englisch und dann haben wir uns drei Stunden dann glaube ich gestritten zwei bis drei Stunden haben wir uns in den Haaren gehabt und er hat ich habe nicht verstanden was er meinte warum warum findet er dass das schlechte Fotos sein wenn sie doch den Moment abbilden und wir wollen ja auch authentisch sein bis ich endlich verstanden habe was er meinte diese paar wenige Fotos in unserem kleiner Teil dieses ganzen Bildes abmachen die bestätigen die vorgefassten Vorurteile die Menschen haben sowieso was das Thema angeht und setzen sozusagen dahinter und dann die Leute die Bilder anschauen die werden dann bestätigt in ihrem Vorteilen und ihre Meinung die anderen Fotos werden gar nicht in dem Maße sozusagen eigentlich mehr zur Kenntnis genommen und so ach ja und die lachen auch ab und zu und ach ja so so sondern sie das also der Effekt ist ein total gegenteiliger also ja ganz anders als ich den eigentlich erzählen möchte indem ich diese paar Fotos rein nehme so das verstehe ich gut weil unser Gehirn so funktioniert ne wir versuchen ja ständig nach Bestätigung dessen was wir schon kennen und ähm was hast du denn dann gemacht mit den Fotos sind die rausgeflogen oder hast du sie drin gelassen also es war jetzt keine feste Auswahl sozusagen aber ich habe dann rausgenommen aus dieser einen möglichen zukünftigen ausfallen die waren jetzt eh nicht so wahnsinnig spezieller Land toll aber es hat mir doch selbst zu denken gegeben und ähm weil ich habe dann gemerkt die Gesellschaft wir sind noch nicht so reif dass wir wirklich sind zum Thema wie Demenz oder auf dem Thema Tod oder anderen die so polarisieren also mit Ängsten behaftet sind dass wir dem komplett vorteilsfrei begegnen können indem wir alle Schattierungen zeigen und es einfach auch so annehmen und auch anschauen wie es ist also die haben unsere vorgefasste Meinung und unsere Ängste und das wird dann sozusagen das leitet dann so sehr die Wahrnehmung was ich entschieden habe dann einfach mich auf diese positivere Aspekte zu konzentrieren und die habe ich ja sowieso zu 95% vorgefunden mit meiner Art in die Welt zu schauen so und dann eben den Fokus darauf zu setzen und dem ganzen so eine gegen Ballons also Gegengewicht zu bilden zudem aus meiner Sicht sehr sehr schief hängenden Bild von Demenz ja ja was ich gerade so ans Lagerfeuer geben möchte vielleicht ist das den meisten ja schon aufgefallen und dass Du immer sagst und das finde ich so respektvoll eben nicht demenzkranke Menschen das hatten wir auch in unserem Vorgespräch besprochen ne sondern weil da eben Krankheit drinne steckt und Menschen mit Demenz ist sowas anderes weil die haben dann auch die haben andere Sachen die haben auch Demenz aber das ist ein Thema in ihrem Leben genau genau ja ich glaube dass wir gerade speziell mit Menschen mit Demenz zu reden oder über sie zu sprechen bei anderen ist ein Krankheiten über diesen Krankheitsbegriff könnte man sich jetzt auch lange lange unterhalten sondern aber da wäre das sind ja dann auch schon irgendwie anders also ich würde jetzt nicht die Nachbarin als die nehmen dann vielleicht eine Diagnosedaten entsprechende als die krebskranke bezeichnen und es ist immer Frau so aber bei Menschen mit Demenz ist das irgendwie oft anders es ist ganz es ist wirklich ein erstaunliches und teilweise man einfach nicht schönes Phänomen ja und dem halten wir einfach auch und wir von unserem Verein wir sind jetzt ja nicht die einzigen die sind ja ein Teil einer großen Bewegung diese eben da auch darauf Wert legt dass wir die dass wir Menschen mit dem Menschen nicht auf ihre Diagnose reduzieren ja total schlimm ja genau angekommen aber es hat sich in den 17 Jahren schon einiges getan okay ja wir haben denn die Angehörigen darauf reagiert wenn du also wie war denn dein Vorgehen eigentlich war oder ist also du fotografierst immer noch jetzt seit Corona nicht mehr ganz so viel und während Corona auch gar nicht weil ich hatte keinen Zugang zu den ja genau Einrichtungen und auch die Menschen zu Hause in Häuslichkeit waren sehr sehr ängstlich vorsichtig und ja ja in der Tat immer noch und ich bin jetzt auch ein bisschen zum Video übergegangen gleichzeitig noch ich habe jetzt gerade im Mai zum zweiten Mal an online symposium zum Thema Demenz veranstaltet Video Interviews mit Menschen mit Demenz und Angehörigen und ähm Experten also den sogenannten Experten die eigentlichen Experten sind ja die Menschen mit der Diagnose und die Angehörigen ja also ja auf jeden Fall und was hast du bei den ähm Angehörigen erlebt wie wie bist du vorgegangen also du bist du dann in Einrichtungen gegangen und hast gefragt hast dein Projekt vorgestellt und hast gesagt ich möchte gerne fotografieren und kann ich mit den Angehörigen sprechen weil du hast vorhin von den Rechten gesprochen und das fand ich unfassbar spannendste wäre ich erstmal gar nicht drauf gekommen aber natürlich wer hat denn also wer muss den zustimmen dass du veröffentlichen darfst es ist ein sehr ja es ist ein sehr spannendes Thema also um deine Frage zu beantworten ich habe zu Anfang habe ich versucht auf allen möglichen Ebenen zu trommeln also eben wieder eine wichtige in entsprechenden Newslettern irgendwie kleine Nachrichten verschicken lassen dass ich auf der Suche bin nach nach Menschen die fotografieren kann ich bin dann ich habe dann Einrichtungen entsprechend Einrichtung abgesprochen ich habe mir sogar im ersten Jahr so einen vor allem im ersten Jahr sondern Übersicht verschafft den ganz Deutschland was gibt es ein unterschiedlichsten Konzepten Betreuung Urlaubsangebote für Menschen mit Demenz sind damals auch schon gehabt oder ganz spezielle Wohnprojekte und Konzepte und so weiter und habe dann so viele Menschen kennengelernt dass es dann irgendwann so einen kleinen Schneeball Effekt hatte immer bei mir gemeldet haben am Anfang gesagt ich habe von ihrem Projekt gehört und meine Oma ist es ist wie bei uns zu Hause an die ist so toll und so wollen sie mal vorbeikommen so liegt das ein bisschen ein Stück weit manchmal gab es ja auch über redaktionelle Aufträge wo eben den Auftrag bekam was zum Thema zu machen weil ich da halt auch entsprechend war mit dem Thema so habe ich zum Beispiel die Familie von Rudi Assauer kennengelernt im Fußball Manager den ich dann noch sechs über sechs Jahre begleitet habe in den letzten Jahren mit mit Alzheimer und ja er gab sich einige Sachen und überhaupt war es jetzt so über die ganzen Jahre dass ich immer so mehrere Familien begleitet habe über die Jahre und das ist einfach schön und es gibt nichts schöneres dieses Thema zu transportieren als über authentische Geschichten ja sozusagen wie viel Leben da ist wie viel Freude da sein kann das ist so abhängig davon ist wie wird auf das Thema schauen wie wäre damit umgehen mit diesen doch Herausforderungen auch Chancen ja wenn wir nur davon ausgehen dass es alles furchtbar ist dann kriegen wir genau das gespiegelt ist ja funktioniert ja das Leben wenn man da ein bisschen näher hinschaut und wenn wir auch offen sind dafür dass das auch was anderes was überraschendes was Neues haben kann es ist nicht nur von schönem sprechen das wäre jetzt vielleicht ein bisschen sehr schön aber ja wir werden dann wirklich überrascht ich kann das natürlich etwas leichter sagen als jemand der konkret in der Situation steckt mit einem Angehörigen ich sehe das aus der Außenperspektive es ist natürlich was anderes wenn ich jetzt jemanden selber in der Familie habe ich habe es ein bisschen kennengelernt ansatzweise über einen ganz lieben Freund ein sehr viel älteren Freund guten Freund der dann irgendwann auch die Alzheimer Diagnose bekam und denn ich dann in im Heim besucht habe und ich nicht wusste aber mich noch erkennt ja so und das hat mich dann auch gerade bisschen Jahre mit dem Thema beschäftigt also gleich hat es mich wirklich berührt so es war mir es war auf der einen Seite egal ob er mich erkennt oder nicht weil das ging um einen Moment und in die Interaktion miteinander ja es war mir auch nicht ganz egal und da konnte ich auch so reinspüren wie das ist wie ist das wohl wenn man das kann nicht ganze nicht mehr so genau weiß er kennt mich nun der andere noch oder nicht und andererseits habe ich auch Angehörige erlebt wie zum Beispiel eine klingende Tochter aus Berlin jahrelang mit ihrer Mutter begleitet habe die dann zu ihr gezogen ist geht dann zu mir sagte oder sie in einem Interview irgendwie mal sagte also dass die nicht weiß ob ihre Mutter weiß dass sie ihre Tochter ist aber das ist ja auch egal weil die Herzensverbindung ist da und ob sie nun glaubt das sei sie sei ihre Mutter oder ihre Schwester oder ihre Tochter das ist einfach so wow das schön das finde ich deine erstaunlich also finde ich schön und wenn wir das öfter sozusagen leben könnten oder auch so einen ja und auch irgendwie vor Augen führen könnten dann wäre schon viel gewonnen ist würde auch viel Druck nehmen aus dieser ja wegesituation ja total total dass ich finde das gerade so schön ich bin ja wirklich wirklich also es bewegt mich gerade richtig merke ich so dieses und das ist ja genau das nur jeden Moment neu Leben und im also super wäre es ja sowieso wenn wir prinzipiell in jeder Begegnung uns die Chance geben dass wir einfach da sein können und dass wir wir in diesem Moment sein können und gestern waren wir vielleicht jemand anderes und heute sind wir aber so da und wenn wir uns so begegnen und ja und es ist egal was war und es ist egal ob ich erkannt werde als die die ich mal war sondern ich bin jetzt hier und ist ein herzverbindung da ist das schön und das können wir indirekt von der Umgang mit Menschen mit Demenz lernen da sowas wie leermeister für uns dafür offen sind genau und nochmal ganz kurz bei dem weiteren Thema zu bleiben du bist ja auch Fotografen und weißt du die Optik angeht und dieses ganze Thema dieses Thema werde ich noch erkannt von meinem Liebsten das ist ja was ganz du hast ganz gravierendes sondern das ist wie so ein Meilenstein wie so ein geradmesser ob da überhaupt noch was ist oder nicht oder ob sie überhaupt noch eine Verbindung gibt zum einen stimmt das nicht weil das ist fängt nicht nur davon ab ob jemand zuordnen kann aber was ich von einer Frau mit Demenz aus Schottland genannt aber eigenes Houston die schon seit vielen Jahren ihre Demenz Diagnose hat und ich glaube heute immer noch irgendwie Vorträge hält zum Thema die selbst aktiv im schottischen Parlament mit ihrer der von ihr mit gegründeten scottis der Mensch ja Walking Group die waren das erste sozusagen die erste Gruppe von Menschen mit Demenz die in einem Parlament eines Landes weltweit auch sowas wie Mitsprache erreicht hatten gehört wurden dann regelmäßig sondern irgendwann also ja allein das nicht rausgefunden aber sie hat darüber sehr viel auch geforscht mit auch dass diese erkennt werden dass das sehr viel mit unserem See sind zu tun hat das ist ein sehr sehr komplexer Vorgang im Gehirn ist aus dem visuellen Informationen des Auges dann sozusagen zu erkennen also dass die eine Weiterleitung ans Gehirn welche Person das ist das Gesichter erkennen ist wo ein sehr komplexer Vorgang und wenn der nicht mehr funktioniert aus irgendeinem Grund weil die Weiterleitung der Informationen irgendwo nicht mehr 100%ig ist dann erkennen wir die Person nicht auch wenn wir natürlich ganz klar wissen dass ich so und so viele Kinder habe dass diese alt sind dass die irgendwie dann dann Geburtstag haben wo Sie wohnen so aber ich erkenne dieses Gesicht nicht mehr das ist sehr oft der Grund warum wir meinen ja der andere erkennt mich nicht mehr und er kennt mich nicht mehr als der der ich bin nein er ist sie erkennt man das Gesicht in dem Moment nicht und kann das eben darauf reagieren dann sind alle Gesichter gleich aus stell dir das mal vor ja ja und dann kommt jemand rein und ist erstmal geschockt dass du sie oder ihn nicht erkennst und macht dann irgendwie noch eine Ansage irgendwie eine entsprechende und dann ein paar ist die Stimmung hinein ja also dieses Thema ist wirklich sehr vielfältigen sehr komplex und es zeigt uns sehr auf eine ganz ganz intensive Weise oder lehrt uns sehr viel darüber wie wir oder was wir meinen was uns zu Menschen macht was Mensch sein bedeutet was unsere Würde als Mensch auch irgendwie außen macht und ich bin jetzt gerade noch in diesem Bild so wir erkennen keine Gesichter wie also wirklich wie gehen wir dann in Verbindung und es gibt ja diese fantastischen Untersuchungen vom partnerinstitute über unsere Herzfrequenz und wie gehen wir in Kontakt und wenn wir uns das bewusst machen dieses ja wir sind sowieso energetisch sind wir im Austausch und über unsere Herzfrequenz sind wir im Austausch und das ist das was die junge Frau meinte ne so und wir haben das vergessen wir so oder viele von uns haben es vergessen und jetzt sind wir gerade dabei ganz viele dass wir uns wieder daran erinnern und das finde ich so so kostbar dass wir dass wir unser Herz weit machen in der Begegnung ganz egal wer da vor uns sitzt ob das jetzt ein Mensch ist mit Demenz oder oder nicht ja also wirklich danke dafür es ist so wertvoll ja es fühlt sich anders beginnen wir gerade eine eine Diskussion man Unterhaltung die sind spirituelle Bereiche geht was ich auch sehr spannend finde gerade in diesem Schnittstelle zum Thema Demenz und genau und du gerade hat es hat mehr Institut an da geht es ja um diese Kohärenz zwischen Herz und Gehirn und das lernen wir auf eine sehr schöne Weise wenn wir wollen auch mit Menschen mit Demenz auch eine ganz anderen Ebene zu schwingen miteinander so als dass über den Kopf so gesund gewesen will ich hätte mal eine von vielen vielen Begegnung aber ich hatte mal auch eine die sehr gerne erinnere mit einem Mann in einer Pflegeeinrichtung in der Eifel und der hat die ganze Zeit geredet aber es macht ja keinen Sinn was er sagte also der Beginn des Satzes ging die eine Richtung und zum Ende hin das jetzt Satzes ging es eine komplett andere Richtung es mir anders durch hin und her und ich habe mich auf dieses Spiel eingelassen ich habe mich dann genauso mit ihm auch unterhalten und fand es sehr spielerisch sehr spannend und schön und sehr respektvoll auf also auf beiden Seiten kann es total genossen miteinander und ich habe dann hinterher gedacht auch wenn es nirgendwo jetzt konkret standesmäßig hinführt hatte ich habe hinterher gedacht das war jetzt die tiefgehenste Unterhaltung dieser lange Zeit hatte weil es nicht um das ging was wir was wir gesagt haben sondern es ging um die Arzt des Miteinanders und die Art des aufeinander hören sondern miteinander Schwingens es war total schön ja ja und diese kleinen Schätze die gibt es überall zu werden und zu heben in diesem Kontext mit dem Thema Demenz auch in anderen Kontexten aber hier finde ich ganz besonders so ja auffällig oder oder deutlich ja weil wir ja irgendwie Menschen mit Demenz sozusagen ihre Würde so leicht absprechen oder dass sie auch nicht mehr so richtig so vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft sind und genau dem wollen wir ja auch das wäre vielleicht jetzt eine Überleitung zu unserem Vereinen ja aber nicht nur wir sondern eben auch andere Menschen die mich teilweise und uns sehr inspirieren und inspiriert haben und andere Institutionen auf Organisationen und genau und aus diesem Grundgedanken heraus entstand schon nach ungefähr einem Jahr dieser intensiven Arbeit zum Thema Demenz von mir der Gedanke die wenigstens diese Fotos in die Öffentlichkeit bringen so die vielen natürlich jeder als Fotograf träumte oder träumt von diesem großen dicken Buch das dann irgendwie auf dem Wohnzimmertisch liegt und dann in der Regel aber eher im Regal ein staubt und dann dachte sondern irgendwas quasi komplett ist du machst noch ein zweites also und dann ist er was für Menschen die halt eher so Kunst zum Fotografien sind und die eher nicht so für das Thema offen sind oder jedenfalls ein relativ eingeschränkter Kreis so einmal teuer und da war mir klar nee das erste was anderes ich möchte gerne mit diesen Bildern in die Öffentlichkeit gehen in den öffentlichen Raum weiter zurückgeben was ich sozusagen an Geschenken bekommen habe über die Begegnung mit Menschen mit dem Herrn und dann entstand die Idee zu unserem also zu dieser Kampagne später wurden um eben im öffentlichen Raum Bilder zu Menschen zu zeigen vor wissen vor die Nase zu halten und zu dieser Mensch ich schau mal hier so ist so kann Leben mit dem jetzt auch aussehen oder das ist eine Perspektive die doch einnehmen könntest und dann war ich natürlich auch auf der Suche nach dem Namen für das ganze und dann war ich ein da gab es nicht dass sie mit einer der Ehepaare die ich damals begleitet habe über längeren Zeitraum in Lörrach an der Schweizer Grenze direkt gegenüber von Basel dann auf der Basler Fastnacht war wohl der der Herr den ich da begleitet habe mit Demenz früher immer so super gerne da war aber seine Frau traute sich eben nicht mehr alleine mit ihm weil das auch so laut dort ist und sie wusste nicht wie reagierte oder diesen ganzen Umständen dort aber so mit mir zu dritt hat sie sich getraut und dann hat man einen wundervollen Tag in der Stadt in Basel er war super gut drauf und auf dem Weg zurück wir waren gerade über die ganze rüber aber wir hatten überall noch Konfetti haha und auf das Schulter überall weil ich müssen überall konzentrieren das Konfetti von der Schulter und sagte irgendwas ähnliches wie das ich habe es verstanden wie und ich habe Konfetti im Kopf und dann dachte ich boah was finden wir was für ein krassersatz und die wundervoller habe dann aber davon gekauft ob das vielleicht Name sein könnte für die Kampagne und dann als alles zwischenzeitlich man nie ist das könnte man sowieso als als zu ähm ja dazu zu positiv auslegen zu blauäugig irgendwie so und aber nein hat sich dann einfach gefestigt auch in einem dass das eben genau der Name sein sollte und Konfetti im Kopf und seitdem bekommen wir irgendwie von 99% aller Menschen die da auf unserem ansprechen einfach ein positives Feedback das ist auch wirklich schön ja es ist eben auch darum geht so eine gewisse Leichtigkeit damit zu damit zu transportieren und ja es gibt ja auch diesen schönen Film Honig im Kopf ne mit die haben sich ein bisschen bei uns bei unseren Namen geklaut zu halbwegs aber das weiß ich nicht genau ja ich weiß dass sie relativ viel recherchiert haben bevor sie den Film gemacht haben und ich finde den auch ganz kurz gelungen und ich sag mal obwohl er von Tisch weiter ist und mit dieser optischen überzeichnen aber eben auch so der der Ansatz ist ja auch das so die die Komplexität zu zeigen und auch die schönen Momente also ich fand den ich also ich persönlich habe mit Demenz noch gar keine Berührung gehabt und ähm ja und ich fand das schon sehr schön zu sehen so diese Lebensfreude die da auch sein kann und stimmigkeiten empfehlen die ich nicht so richtig toll finde oder auch ein bisschen fand ich dass er die die die Kernbotschaft sehr schön auf den Punkt gebracht hat das ist um die herzensverbindungen geht im Moment das wurde so deutlich durch die Verbindung zwischen dieser Enkeltochter und dem Opa das war es worauf es ankam und eben die die verzweifelte kritische nörgelnde Schwiegertochter die war so dagegen Pool man merkt so kann es nicht gehen miteinander sondern übers Herz über diese Offenheit und über diese Verrücktheit auch vielleicht da jetzt noch gemeinsam leiterien zu fahren ja so kannst gehen einfach bisschen auch Mut zu sowas ja das ist bestimmt auch ein wichtiges Stichwort ne wie viel Mut haben wir im Umgang miteinander und was trauen wir dem anderen zu ja das wollte ich gerade noch ergänzen genau richtig ja auch so schöne Beispiele für Menschen die einfach noch irgendwie miteinander in Urlaub fahren ich begleite eine Ehepaar seit einigen Jahren in Ehepaar aus Düsseldorf und die fahren nach wie vor in Urlaub fliegen im Flugzeug nach Madeira und nach ich weiß also nach Griechenland und nach in die Türkei und so und er mutet sich das zu ertraut dass seine Frau zu dir inzwischen aber auch schon wirklich ja nicht mehr so leicht zu händeln ist manchmal zwischendurch ja und er ja der traut uns als Gesellschaft das zu und er traut sich das zu uns auf seiner Frau und es ist einfach wundervollen so wie die beiden in diesem Vertrauen auch weiter miteinander blühen [Musik] ja das ist schön ja ist ja auch ja genau ist ja auch eine Entscheidung so versinken wir zusammen im Sumpf oder blühen wir weiter ja lass uns doch mal zu deinem Verein zurückgehen also du hast den dann ziemlich schnell gegründet ich stelle mir vor das ist schwierig so ein Verein zu gründen ich hatte mal angefangen mich damit auseinanderzusetzen ich habe es irgendwann aufgegeben und wie war das für dich es ging so es gab damals drei Mitstreiterinnen wir waren zu viert die wird sozusagen dann die ähm das Initial als erste Konzept für diese damals war es noch eine Kampagne nicht gleich Vereinen ähm geschrieben haben und konzipiert haben und haben auch da erste ja erste positive Resonanzen bekommen es gab auch Rückschläge und mit irgendwelche Versprechungen auf seitens der Bundesbehörden dass Sie uns unterstützen wollen aber das war dann alles irgendwie alles nur warme Luft aber wir waren schon richtig am Feiern und ähm da muss man wieder sozusagen alles normal neu beginnen und hat das große Glück dass wir dann also begann 2007 wir hatten das große Glück dann relativ schnell über den Kontakt von mir in Berlin einen Kooperationspartner zu finden die sagten wir wollen gerne mit euch zusammen eine große Kampagne in Berlin machen also für uns ging die Idee aus ursprünglich war der Plan der ist mit dem Bundesfamilienministerium zusammen zu gucken und die haben uns dabei gefallen sozusagen dann irgendwie fallen lassen sozusagen warum auch immer und dann sagte diese dieser soziale Träger aus Berlin wenn dies nicht machen machen die jetzt und haben dann wirklich mit uns zusammen also wir waren ja damals nur vier Einzelperson wir waren noch nicht mal Verein und das alles ehrenamtlich gemacht auch nach wie vor ich jetzt und dann warte dann unglaublicher Aufwand ähm sehr sehr viel commitment von dem von der Organisation wir aus Berlin die dann mit uns zusammen diese Kampagne konzipiert haben die werden Ende 2009 im Herbst bei sehr schlechtem Wetter in Berlin umgesetzt haben im öffentlichen Raum und es gab nie wieder in der Organisation danach nach uns oder vor uns die so präsent war so mit Plakaten und Berliner Hauptbahnhof richtig überall präsent wir haben eine große Ausstellung gehabt dann kannst du aber Berg und für unsere Verhältnisse damals war das schon recht sehr groß und Vergleich international war das echt groß und das haben wir dann noch vier Jahre später in Hamburg noch noch getoppt noch locker getappt und haben deine zehntägige Kampagne gemacht mit ja mit oder Einbeziehung aller sieben Hamburger Stadtbezirke und das war einfach eine riesen Programm mit über 200 Programmen und wirklich sehr hochkarätige Sprecher jeden Tag eingeladen hatten zum Thema direkt in Hamburg Innenstadt also ich bin schon sehr stolz dass wir alles geschafft haben ganz schön also wir begann mit Kampagnenarbeit außen kann aber auch sehr sehr sehr sehr sehr aufwendig waren so weil es meistens an uns irgendwie letztlich bei uns landet dann Arbeit und alle Kooperationspartner waren total begeistert hat aber keine keine Ressourcen Personal also gibt es dann letztlich oft an uns hängen und das war teilweise echt haarsträubend naiv und und auch wirklich es ging weiter über unsere Grenzen teilweise das war wirklich schon ich so lustig und dann begannen wir aber nach dem großen Erfolg dieser hamburg-kampagne über auch andere Arten von Angeboten nachzudenken wir haben dann irgendwie aus einer also am Betreuungsangebot dort in diesem in diesem Zirkuszelten wo wir also auf über alle zehn Tage sind Begleitung im Bereich Kunsttherapie angeboten hatten und aus einem praktischen Gründen aber auch irgendwie die Ecke mit dem Kuchen und dem Kaffee auch im selben Zelt sein musste haben wir gemerkt oh diese Kombination ist irgendwie ganz cool so und daraus entstand die Idee zu uns dann Konfetti Cafés also offene Begegnungsräume für Menschen mit und ohne Demenz den Menschen einfach sein dürfen wie sie wollen und Musik gibt und wo sie auch irgendwie kreativ sein können und das hat sich über die Jahre jetzt seit 2014 jetzt irgendwie inzwischen über neun Jahren wirklich gut auch etabliert wir haben jetzt einen mobilen Ableger noch irgendwie ausgemacht wurde eben mehr aufsuchend auch tätig sein können und dann in die Einrichtung hinfahren können oder mal auf Wochenmarkt oder in Schulen und so weiter ja das ist eines der Dinge die man machen ja ja ich werde ja auf jeden Fall natürlich den Link drunter setzen unter unser Gespräch und dann können sich die Menschen informieren und können auch Spenden was ich ganz schön wirklich schön finde und ich hatte ja an ja und ich hatte ja eingangs noch gesagt ich würde gerne mit Dir darüber sprechen was Fotoprojekte bewegen können und ich möchte einmal ich möchte ganz kurz so erzählen also ich habe ja zwei freie Fotoprojekte und eines davon ist Max ist mein Marie mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind und da geht es eben um transidente Menschen die ich über Jahre begleitet habe und es ist ein persönlich motiviertes Projekt und mein schönster Moment war bei einer Ausstellung weil das ist eine deutschlandweite Ausstellung gewordene Wanderausstellung war als ein Herr auf mich zukam das war auch in der seniorenstätte da hängen die Bilder und der kam auf mich zu und hatte seine Frau im Rollstuhl vor sich und die kamen zu mir und er sagte Danke jetzt endlich verstehen wir unseren Enkel und da dachte ich oh oh dafür wirklich dafür für dafür habe ich dieses Projekt gemacht und natürlich um meine Tochter zur Seite zu stehen und aber die dieser Moment und gib mal also wenn wenn dir jetzt was einfällt so eine berührende Begegnung so zum Abschluss unseres Gespräches wir sind schon ganz schön lang und ähm damit wir nicht überziehen und die Menschen uns auch zugucken gib mal wenn du möchtest so einen ganz berührenden Moment aus deinem Fotoprojekt ich bin gerade erst warm geworden mit erzählen aber wir können uns so gerne noch mal treffen super gerne ich verstehe das aber das ist aber auch nicht so lang werden soll ich würde gerne ja eine Begegnung ist mir gerade eingefallen von vielen ja besonders zu erzählen das war in Berlin wo ich in der Senioreneinrichtung eine Ausstellung gehängt habe zum Thema ich habe ja mehrere Ausstellung zum Thema Demenz auch genau allein kann und hinten also der Lust hat mit den anspricht und dann war die Eltern eine ältere Dame auf dem Flur bin Rollator die war so um die 90 und schaute sich die Fotos an und meinte dann zu mir uns über Nacht also so klar Unterhaltung her sagte sie zu mir jetzt wo ich Ihre Fotos gesehen habe habe ich keine Angst mehr davor Demenz zu werden das fand ich so [Musik] schöner Moment hätte ich gerne mehr gefeiert aber es war einfach also ich feiere ihn ja jetzt auch noch und ja bleibt er in meinem Herzen ja es war sehr schön und ähm ich bekomme ja viele Rückmeldung nicht so direkt mit [Musik] ich komme gleich noch mal direkt dazu ein Thema dem Fotos ganz allgemein ich habe jetzt bei den beiden online Symposien die ich gemacht habe sehr viel in diesem Video Interviews da bekomme ich sehr sehr schöne sehr viele Rückmeldungen von Menschen sowohl aus dem Pflegebereich die haben entweder auch ein persönlichen Bezug haben oder eben auch einen rein professionellen also reinen zum Beispiel Angehörigen und Familienmitgliedern die sagen ich habe jetzt so viel Neues gelernt zum Thema ich habe jetzt einen anderen Blick darauf bekommen und sehe jetzt auch mein das Leben mit meinem Vater meiner Mutter meiner Frau anders oder teilweise auch rückblickend alles richtig gemacht oder zu viel Schönes rüber so viel das ist so schön und um das Thema Foto nochmal aufzugreifen ich hatte eine ganz prägende oder eine ganz eindrucksvolle Begegnung oder ein Erlebnis mit einer ehemals Pflegenden Tochter deren Mutter und sie ich in einem in der Pflegeeinrichtung in Hamburg ein paar mal getroffen hatte die beiden waren ein Herz und eine Seele es war einfach für eine eine solche Freude die beiden zusammen zu erleben aber so viel Liebe und da war so viel Freude und da war so viel lachen miteinander und ich dachte die sind immer so miteinander und es waren sie wahrscheinlich auch man schickt dich eh das schickte ich der Tochter Fotos nach Hause dann jeweils von den paar mal die uns getroffen ich glaube zwei Mal haben wir uns gesehen direkt die Mutter habe ich noch ein paar mal mehr gesehen und dann irgendwann trifft sie mich an die Tochter und sagte Herr Hagedorn seitdem ich Ihre Fotos habe gehe ich nicht mehr weinend aus dem Heim nach Hause also ich habe sie erlebt mit ihrer Mutter sie war die reine Freude die beiden zusammen zu erleben und trotzdem war es für die Tochter der absolute dieser Gedanke dass sie dann irgendwann als ich nicht mehr gegen ihre Mutter ins Heim dann doch geben musste sie hat sie ein paar Jahre zu Hause gepflegt und die Fotos haben mir den Blick von außen gezeigt die haben ja gezeigt wie schön es eigentlich von außen ist in den beiden und sie hat wirklich ein es hat ihren Blick verändert auf ihre eigene Lebenssituation die man sie hätte einfach nur ein bisschen eine andere Wahrnehmung gebraucht um das auch selber zu erkennen aber es brauchte diesen Blick von außen und dafür ist fotografiert einfach super ja danke das ist so so schön ich möchte da noch kurz was reingeben ich ähm fotografiere ja auch Familien Reportage ne also ich begleitet die zu Hause und halte dann so die echten Momente fest nicht irgendwie vor der Leinwand sondern das was passiert und ähm da bekommen bekomme ich auch so diese Rückmeldung weißt du ich Kathrin wir wussten gar nicht oder oder an doch du wussten es natürlich schon aber so zu sehen wie viel Liebe in unserer Familie ist auf diesen Fotos und das dann so richtig tief zu das ist so ein Geschenk und das ist genau das was du gerade sagst dass das kann Fotografie wenn sie echt ist und wenn Sie wenn Sie einfühlsam ist und wenn wir als Fotografen uns da auch reingeben mit offen sind von von oben empfangen wenn es durch uns durch fotografiert und ja und mit all unserer Liebe ich bin auch überzeugt habt die Erfahrung auch das denn wirklich starke wirklich gute Einzelbilder das sehr viel stärker sind als Video ja weil einzelne Bilder sich wie Ikonen so so in unser Gedächtnis einprägen ich persönlich erinnere zum Beispiel Gesichter oft über Fotos die ich von den Menschen gesehen habe es ist für mich wie so eine sozusagen seine Eselsbrücke oder wie so eine Art von Gedächtnisstütze wenn ich mich ganz das Gesicht von einer können auch wirklich nahestehende Menschen sein ich erinnere mich oft ein Foto und dann weiß ich auch sozusagen habe ich das Gesicht vor Augen während das sonst so irgendwie so die Fuß bleibt manchmal manche Menschen Fotos haben eine solche Magie diese festgehaltenen Moment also im besten Sinne des Wortes festgehalten gestoppt das ist schön dass wir da ähnliche Erfahrungen sozusagen miteinander ganz ganz schön ich möchte noch etwas ans Lagerfeuer geben diesen Impuls habe ich gerade ganz spontan liebe Menschen die ihr das jetzt gehört habt geht doch jetzt mal in an eure Fotoalben und und guck mal durch und taucht ein in diesem Moment und wenn ihr keine Fotoalben habt sondern Fotos auf dem Handy dann überlegt mal ob er euch mich auch ein Fotoalbum machen wollt und weil auch das so das ist auch noch mal was anderes dazu sitzen und die Fotos anfassen zu können und genau und mein Gedanke war jetzt gerade wenn du Lust hast lieber Mensch am Lagerfeuer dann schreibt doch mal drunter was für ein Foto du gefunden hast und woran erinnert dich das und wohin führt dich das und was was macht das so wertvoll ich würde mich wahnsinnig freuen Michael euch danke für dieses so schöne tiefe Gespräch vielen vielen Dank ich danke auch dir und es sind eventuell irgendwo noch die die Webseite von unserem Verein ein genau ja genau das kommt alles drunter und ja wir haben nämlich noch echt einige weitere Serie die tolle Projekte dann werden nächstes Jahr wieder zum ersten Mal nach ein paar Jahren Corona unsere Konfetti Parade doch die Hamburger Innenstadt machen das ist schön ja oh schön ja ich setze alles drunter und ähm wir sprechen gleich noch Michael vielen Dank ja danke Katrin bis zum nächsten Mal vielleicht ja so jetzt muss ich hier noch den Ausschalter finden so wenn wir jetzt auf was nicht vergessen ne

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