Warum Beziehungen zerbrechen, obwohl alles funktioniert
Du lebst in einer Beziehung, die praktisch nie Streit gibt und alles glatt läuft? Vielleicht ist die Gefahr darin, dass du zu gut funktionierst.
Transkript anzeigen
In vielen Beziehungen passiert etwas, das von außen fantastisch aussieht, aber eigentlich ist es eine große Gefahr. Vielleicht betrifft dich das auch. lebst du in einer Beziehung, in der es praktisch nie Streit gibt, in der alles glatt läuft, in der Vereinbarungen eingehalten werden und sowieso einfach alles funktioniert. Solange das gut geht, denken wir, das ist unsere Stärke. Wir bekommen vielleicht sogar die Frage gestellt, wie macht ihr das bloß oder wie bekommt ihr das alles unter einen Hut? Und dann fühlen wir stolz und gleichzeitig fühlen wir auch so ein bisschen innere Lehre. Kann es das gewesen sein? Was wir nämlich mehr oder weniger erfolgreich verdrängen ist, während wir uns unter diesem Funktionieren unentbehrlich machen, geht gleichzeitig die Lebendigkeit verloren und mit ihr auch das Begehren, denn beehren braucht einen weiten Raum und funktionieren macht alles eng. Wenn du in deiner Beziehung nicht mehr glücklich bist, liegt es vielleicht gar nicht daran, dass die Liebe weg ist. Es liegt vielleicht daran, dass du oder ihr zu gut funktioniert. Lass uns das heute ansehen. Lass uns gucken, was dieses Dauerfunktionieren in einer Beziehung anrichten kann und auch lass uns sehen, warum wir dann nicht mal eben aussteigen können aus dem Funktionieren. Ich möchte heute mit dir einen neuen Weg gehen. Ich möchte mit dir schauen, wo haben Lebendigkeit und Begehren wirklich Platz? Was können wir tun, um die wieder in unser Leben und Lieben einladen zu können? Komm mal mit, ich nehme dich mit in die Herde und wir schauen, was es bedeuten kann, wenn wir aufhören, unser Leben zu verwalten und wieder anfangen, uns wirklich aufeinander einzulassen. Wenn wir in diesem Dauerfunktionieren feststecken, dann werden wir gebraucht, aber wir werden nicht mehr gesucht. Wir sind womöglich gar nicht mehr gemeint, sondern unser Funktionieren ist gemeint. Und dieses aufrechterhalten des Alltags, ist es das, was du willst, ist es das, was du willst von deinem kostbaren Leben und deiner kostbaren Liebe? Lass uns das genauer ansehen, dieses Funktionieren, das hat ja natürlich eine Funktion. Und was mich sehr, sehr beschäftigt, ist dieser ständige Aufruf. Du musst dich selbst lieben. Du musst dich an erste Stelle stellen. Du musst dich um dich kümmern in dem Moment, wo du auf einmal nicht mehr kannst, wo du aus diesem Funktionieren aussteigen möchtest. Und dann kommen diese schlauen Tipps und leider auch sehr häufig ähm in Form von Videos. Und ich möchte dir sagen, so einfach ist es nicht. Wir können nicht mal ebenso aussteigen. Und der Teil in uns, der so wahnsinnig gut funktioniert, der wird mit diesem Du kannst das machen, du musst dich besser um dich kümmern, der wird beschämt, der wird nicht gewertschätzt. Dieser Teil, der so gut funktioniert, der hat das ja irgendwann mal gelernt und er ist wichtig. Und abgesehen davon, dass es schwierig ist, dass wir da eben mal aussteigen, wenn wir uns so sehr darüber definieren, das sehen wir uns übrigens nächste Woche genauer an, ist das ja auch eine gesellschaftliche Sache. Wir werden anerkannt, wenn wir gut funktionieren. Und in einer Partnerschaft werden Rollen schneller verteilt, als wir es vielleicht für möglich halten. Also, du funktionierst und deine Partnerin, dein Partner ist dann in der gegenüberliegenden Richtung womöglich unterwegs oder ihr funktioniert gemeinsam auf verschiedenen Gebieten. Auch das sind dann klare Rollenverteilungen. Jeder hat sein eigenes Feld, in dem er unterwegs ist. Dann frage ich dich, wo wo ist die Reibung? Wo ist die Gemeinsamkeit? Wo ist die Begegnung, in der lebendiges Begehren dann noch stattfinden kann? Lass uns hier kurz innerhalten. Wenn du dich in diesem perfekten System wiedererkennst, dann mach das doch jetzt mal eben für dich sichtbar, für dein Inneres. Schreib einfach einmal das Wort Raum in die Kommentare und beobachte, was passiert da vielleicht in dir. Was nämlich wirklich passiert ist, dass du deinem ganzen System ein Signal gibst, dass du bereit bist aus dieser Enge des Funktionierens auszusteigen und zwar ganz ohne jetzt gerade wissen zu müssen, wie das eigentlich gehen soll, denn diese Frage kommt ja natürlich auch. Das ist jetzt dein Moment, indem du für dich selbst bezeugst, ich will wieder mehr sein als nur ein Teil, der den Laden am Laufen hält. So, und jetzt habe ich richtig Lust, dass wir uns gegenseitig inspirieren. Schreib doch mal eine Sache in die Kommentare, die du machen willst, die für absolut gar nichts gut ist, außer dass sie dir Freude macht. Was ist deine erste sinnlose Tat? Lebendigkeit, die wir brauchen für unser Begehren. Lebendigkeit braucht Neugier. Und auf die Neugier bin ich hier in den letzten Wochen häufiger zu sprechen gekommen, weil sie uns ein bisschen verloren gegangen ist. Ich sehe das häufig bei Paaren, die hier zu den Pferden und mir kommen und dann stehen sie sich gegenüber und da ist genau das, was ich gerade sagte, diese Rollenverteilung. Wir wissen praktisch, wer der andere ist. Der andere weiß, wer wir sind. Und Neugier kann die Türen zwischen diesen Räumen und zwischen diesem ich weiß, wer du bist öffnen. Und wenn wir eine Tür öffnen, dann kann etwas Neues entstehen. Dann kann etwas Neues zwischen uns entstehen und da kommt dann die Lebendigkeit wieder ja zwischen euch und ähm in euren gemeinsamen Raum, denn den verlassen wir auch durch dieses ständige Funktionieren. gibt diesen gemeinsamen Raum nicht mehr. Und wenn du vielleicht diejenige, derjenige bist, äh die funktioniert, dann kann es auch sein, dass in dir jede Menge Vorwürfe sind an den anderen, die du aber vielleicht gar nicht aussprichst. Und schon wird es wieder eng. Und schon ist diese Lebendigkeit m in ja eingezwängt, eingedrückt in dem Funktionieren und in allem was daraus entsteht. Wie möchtet ihr euch begegnen? Vielleicht sagst du jetzt, Katrin, wie soll denn das gehen? Wenn ich aufhöre zu funktionieren, dann läuft hier gar nichts mehr. Und dann sage ich dir, ich verstehe dich so gut. Das Ding ist nur, frag dich das mal, will ich funktionieren oder will ich lebendig sein? Lebendigkeit und begehrt werden ganz viel mit guten Fragen zu tun und natürlich auch mit Eigenverantwortung. Genauso viel Eigenverantwortung, wie du sie für dein Funktionieren brauchst. In welche Richtung möchtest du gehen? Ja, einmal kurz durchatmen. Manchmal geht das Funktionieren sogar so weit, dass wir versuchen Lebendigkeit zu kontrollieren. Und wir tun das häufig auch unbewusst. Aber wenn es soweit ist, dass wir Dinge nur noch um zuun, dann kann die Lebendigkeit einpacken. Ja, du kannst Dinge tun, um dich lebendiger zu fühlen. Du kannst aber auch einfach Dinge machen, die dir Spaß bereiten, die euch Spaß bereiten und ähm die überhaupt gar keinen Sinn haben. Völlig sinnlose Sachen. Schreibt doch mal gemeinsam eine Liste von Dingen, die ihr gemeinsam machen könnt, die ja, die einfach sinnlos sind und einfach nur Spaß machen. Wenn ihr schon an einem Punkt seid, wo ihr diese Liste nicht mehr gemeinsam führen wollt, dann ist es richtig schön, wenn du die oder der du gerade dieses Video hörst, diese Liste für dich machst, um aus diesem Funktionieren auszusteigen. Mach Dinge, die sinnlos sind. Und ich sag dir, ich spreche aus Erfahrung, denn ich bin sehr leicht in dieser Falle Dinge zu tun, um eine Wirkung in der Welt zu erzielen und ähm um etwas Gutes in die Welt zu bringen. Wenn daraus aber ein funktionieren wird, dann hört die Freude auf und manchmal habe ich das und dann bin ich dazu aufgerufen, etwas zu tun, was völlig sinnlos ist. Und guck mal, was kann das für dich sein? Etwas, was du niemanden zeigen musst. Etwas, was ja nur für dich ist oder nur für euch. Denn Begehren entsteht in dem Moment, wo wir nicht mehr alles komplett im Griff haben und schon gar nicht unsere Lebendigkeit. Und dann entsteht wieder Bewegung statt Verwaltung. Das wünsche ich euch so sehr. diese Begegnung in Lebendigkeit. Ja, also diese Woche haben wir uns funktionieren in der Partnerschaft angeguckt. Nächste Woche möchte ich mit dir ansehen, was es bedeutet, wenn Funktionieren zur Identität wird und eben nicht mehr nur noch ein Verhalten ist. Und das ist in den allermeisten Fällen so. Und lass uns mal schauen, was dahinter stecken könnte. Das heute war der Auftakt für eine vierwöchige Reise in die Welt des Funktionierens. In der dritten Folge werden wir uns ansehen, was das alles mit transgenerationalen Erfahrungen zu tun haben könnte, dieses Funktionieren. Und in der vierten Woche schauen wir uns etwas ganz Besonderes an. Und ich wünsche dir, dass du jetzt, wenn dir danach ist mal eben aufstehst und dass du dich streckst und sagst, ja, Leben, hier bin ich. Die Welt braucht dich. Die Welt braucht Menschen, die weniger funktionieren und wieder lebendig ihr Begehren auch leben. Und das wünsche ich dir alles Liebe, deine Katrin und die Pferdebande. Und die Pferdebande, die möchte ich dir jetzt einmal vorstellen. Hier siehst du Anaya und du siehst, funktionieren ist nicht alles und perfekt sein schon gar nicht. Sie war mal weiß. Hier ist Freedom. Der hat sich heute ganz besonders schön gemacht und Belesa, die Mama von unserem Feuerpferdchen Mau.
Möchtest du tiefer gehen?
Hat dich dieses Thema berührt? In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was für dich gerade dran ist.


