Kathrin StahlBegleitung in Umbruchphasen
Beziehung

Wenn du immer stark sein musst und dich dabei verlierst

Du funktionierst so gut, dass du dich verlieren könntest – in deinem eigenen Leben. Viele Frauen organisieren, funktionieren und machen, ohne sich selbst zu erleben.

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Du funktionierst so gut, dass du langsam aus deinem eigenen Leben verschwindest. Du bist diejenige, die den Überblick behält, auf die sich alle verlassen können. Und genau deshalb merkt lange niemand, was gerade passiert und du womöglich auch nicht. Viele Frauen werden irgendwann zur Managerin ihrer Existenz. Sie organisieren, funktionieren, machen und tun. Nur ihr eigenes Erleben kommt darin nicht mehr vor. Und irgendwann taucht eine seltsame Angst auf. Was passiert eigentlich mit mir, wenn ich diese Rollen abgebe, wenn ich aufhöre zu funktionieren? Wer bist du, wenn du niemand sein musst? Du bist kompetent und du bist verlässlich. Du bist diejenige, die den Laden am Laufen hält und das ist großartig und gleichzeitig birgt es eine große Gefahr, denn irgendwann werden unsere Rollen zu unserem Leben und das passiert ganz schön schnell. Also unsere Stärke ist wirklich ein zweischneidiges Schwert, weil wir uns darunter verlieren können. Ich möchte gerne mit dir gemeinsam schauen, woher das eigentlich kommt, diese Stärke und was passiert, wenn wir in den Funktionsmodus gehen, auch mit unserem Nervensystem. Was brauchen wir, um da rauszukommen und welche Geschenke warten am Ende auf dich, wenn es uns gelingt? Bist du bereit? Dieses Video nehme ich auf, weil ich dir wünsche, dass du nicht irgendwann da stehst und dich fragen musst, war's das? oder wenn du dir diese Frage schon gestellt hast und denkst, irgendwie kann das nicht mein Leben sein, dann ja ist dieses Video auch für dich, denn ich bin da auch durchgegangen und so viele Menschen, die zu mir kommen, stehen an diesem Punkt, dass sie sagen, da muss doch noch mehr sein. Ich bin keine Funktionsmaschine. Ich bin mal eine Frau, ein Mann mit großen Träumen gewesen. Ich möchte das wieder zurückhaben. Weißt du, in jeder und in jedem von uns ist so ein ganz ganz wertvolles Geschenk angelegt. Und wenn wir nur noch funktionieren, dann können wir das nicht mit der Welt teilen. Und du fehlst. Du fehlst, wenn du nur noch funktionierst. Du fehlst mit dem, was dich besonders macht und gar nicht nur für andere Menschen, sondern auch für dich selbst. Du beginnst dir selbst zu fehlen. Und jetzt habe ich eine kurze Frage an dich. Was fühlst du, wenn du dir vorstellst, dass du einfach mal eben aufhörst zu funktionieren? Könnte sein, dass da so eine leichte Panik aufsteigt. Vielleicht sagst du auch alles cool. Dann schreib mir doch mal bitte eben in die Kommentare, wie das für dich ist. Das ist so wichtig, dass wir uns austauschen und dass wir sehen, wir sind nicht alleine mit diesem ganzen Funktionieren. Lass uns einmal hinschauen, wie dieses Funktionieren eigentlich entsteht. Was ist die Ursache? Und natürlich gibt es sehr, sehr viele Ursachen. Unsere Ahnen können ein Teil davon sein. Da gehen wir nächste Woche hin. Und ich sag dir, das wird mega spannend. Ähm ja und es hängt aber noch sehr, sehr viel mehr dran. Und erst einmal möchte ich mit dir wertschätzen, dass du so gut funktionierst. Du kannst so unfassbar stolz auf dich sein und nicht mal mehr erlauben wir uns häufig. Wir erlauben uns nicht mal mehr zu sagen, habe ich wirklich gut gemacht. Es ist als wenn das selbstverständlich wäre, aber das ist es nicht. Das ist es einfach gar nicht. Dein Funktionieren ist nicht selbstverständlich. Und wenn wir das nicht mal mehr sagen können, ich bin stolz auf mich. Mal abgesehen davon, dass unsere Gesellschaft uns das so nicht beigebracht hat, dann kann unser Funktionieren zu einer Rüstung werden und unter dieser Rüstung bist du und du bist eingezwängt und du kannst dich nicht mehr bewegen und du kannst da aber auch nicht raus, denn den Schlüssel für diese Rüstung hat eine Rüstung ein Schlüssel? weiß ich nicht mal, aber nimm dieses Bild mit. Stell dir vor, du steckst in einer Rüstung und irgendjemand anderes hat diesen Schlüssel und das kann passieren, wenn wir in der Funktionsfalle festsitzen. Wie sind wir denn da reingeraten? Wie sind wir in diese Rüstung geraten? Ja, die Rüstung ist natürlich auch etwas, was uns Schutz gibt und funktionieren kann uns vermeintlich Kontrolle über unser Leben und auch Kontrolle über unser Umfeld geben. Dann sind wir diejenigen, die sagen, das ist der Zeitplan für heute. Wir sind diejenigen, die sagen, wir sind mit X und Y verabredet. Wir sind diejenigen, die sagen, so geht's, so ist es richtig. Das sind aber gar nicht wir. Das ist ein Anteil in uns, der irgendwann gelernt hat, dass er stark sein muss, der irgendwann gelernt hat, anlehnen ist gefährlich oder der gelernt hat über das Funktionieren, über das nicht zusammenbrechen, über alles aushalten, bekomme ich Liebe. Schau mal, ob das für dich stimmt. Vielleicht hattest du ein kleines Geschwisterkind, um das du dich kümmern musstest. Vielleicht hattest du sehr viel mehr Verantwortung als Kind, als es eigentlich gut für dich gewesen wäre. Vielleicht hast du schon als Kind gut auf deine Eltern aufgepasst. Dieser Funktionsmodus entsteht häufig aus der Parentifizierung von Kindern. Wie fühlt sich das für dich an? Macht es da bei dir vielleicht sogar Klick? Ich möchte aber heute gar nicht so sehr in die psychologischen Hintergründe gehen, denn mir ist es so wichtig, dass wir los können und ja, wenn du hier zu uns ins Retweet kommst, zu den Pferden und mir, dann schauen wir, wie ist das entstanden, damit es dort geheilt werden kann. Aber heute hier möchte ich mit dir wirklich in diese Lösungsenergie gehen, in dieses Ja, das bin ich eigentlich unter meinen Rollen, das bin ich unter der Rüstung. Und mal ganz ehrlich, so aus einer höheren Warte betrachtet. Stell mal vor, du könntest über dein Leben fliegen als ein Vogel, der keine Ahnung hat von der menschlichen Welt und du würdest dich da unten sehen, herumrennend und machend und tun und kurzatmig. Was würde denn dieser Vogel dir raten? Vielleicht würde der sich kaputt lachen darüber, dass du verzweifelst, weil heute der Abwasch mal nicht gemacht ist, dass du verzweifelst, weil die Socken deiner Kinder vielleicht heute mal ein Loch haben, dass du verzweifelst, weil es mal was zu essen gibt, was ein bisschen weniger gesund ist als sonst. Kriegst du da Schnapatmung, dann hör dem Vogel zu oder lausch den Pferden. Die sorgen nämlich wirklich gut für sich und das wünschen wir dir. Worauf ich aber unbedingt eingehen möchte, ist der Zustand unseres Nervensystems, wenn wir in diesem Funktionieren festsitzen. Wir sind im Kämpfen, im Machen, im Rennen und unser Nervensystem ist einer Daueranspannung ausgesetzt. Auch unser Körper wird eng und irgendwann wird das zum ähm Teufelskreis. Unser Körper wird eng, unser Nervensystem kann nicht mehr entspannen. Unser Körper ist eng an jeder Stelle. Unser Hals wird eng, unsere Brust wird eng, unsere Schultern ziehen sich nach oben und wir sind in dieser Haltung und gehen so durchs Leben und wir bekommen den Tunnelblick, den wir früher mal, als wir noch jagen gingen, brauchten, um das, was wir jagen wollten, gut sehen zu können. Wir sind aber jetzt nicht mehr auf der Jagd. Du bist nicht auf der Jagd nach deinem Leben. Und wenn der Blick ein bisschen weicher werden kann, dann kannst du auch wieder Neues einladen. Wenn wir aber in diesem Nervensystemzustand sind, dann spüren wir keine Verbindung mehr zu anderen Menschen. Das habe ich hier schon häufig gesagt. Und wir haben keinen Zugriff mehr auf unsere innere Kreativität. Wir haben keine Ideen mehr, was wir stattdessen machen könnten. Und dann wird funktionieren einfach. Es fühlt sich wirklich als der einzige Weg an. Wir können gar nicht mehr darüber nachdenken, wie könnte es denn anders gehen. Das würde uns zusätzliche Kraft kosten. Und plötzlich geht es in deinem Leben nur noch darum, Aufgaben zu erledigen oder Termine einzuhalten. Womöglich auch musst du dann Freunde treffen. oder du sagst den Einen Satz, der in unserer Gesellschaft so gut ankommt, ich habe keine Zeit. Und du sagst ihm ständig und auch das fühlt sich dann vielleicht sogar gut an. Ich habe keine Zeit. Und irgendwann geht es dann darum, nicht zusammenzubrechen, denn du musst ja stark sein. Siehst du, was da für eine Gefahr liegt? Bevor du jetzt sagst, Katrin, so einfach ist es ja nun nicht. Ich habe ja auch viel zu tun, dann sage ich dir, weiß ich ja. Und Freedom hat es gerade für uns gemacht. Er hat tief durchgeatmet und das braucht es. Es braucht immer wieder ein tiefes Durchatmen und auch zu schauen, wo entschuldige ich mich vor meinem Leben. Das lasse ich mal kurz so stehen. Wo entschuldigst du dich vor deinem Leben? Stell dir vor, dein Leben kommt zu dir und stellt sich vor dich. Du bist da in dieser Rüstung und es fragt dich, weißt du eigentlich, wie kostbar ich bin? Was sagst du dann, wenn du an dem Punkt bist, dass du dich nicht mehr spürst, dass du deine Bedürfnisse nicht mehr spürst, dann kommt es häufig auch zu dem Punkt, dass du vielleicht erwartest, dass andere deine Bedürfnisse erfüllen. Du musst doch wissen, was gut für mich ist. Ist das fair? Das ist die eine Sache. Das ist der Preis, der irgendwann gezahlt werden muss. Du kannst dich nicht mehr spüren. Der andere Preis ist, dass womöglich andere Menschen Visionen für dein kostbares Leben entwickeln. Möchtest du das? Und jetzt möchte ich dir gerne den Schlüssel für deine Rüstung geben. Der Wendepunkt ist nämlich wirklich, dass wir uns klar machen, was es uns kostet, dieses Funktionieren. Und zwar nicht nur auf gesundheitlicher Ebene und zwar bitte, bitte bevor es zu spät ist, sondern für unsere Träume, für das was wir in uns tragen, für ja für uns als die wir gemeint sind. Was kostet dich das dieses Funktionieren? Und mach das immer wieder. Setz dich auch hin und schreib darüber. Das ist der Preis, den ich zahle und bin ich dazu bereit. Das kann ja sein. Du kannst ja sagen, okay, es gibt mir Sicherheit. Das Funktionieren gibt mir Sicherheit und ich bin dazu bereit, diesen Preis zu zahlen. Und wenn du noch kleine Kinder hast, dann geht es ja nicht darum, jetzt alles hinzuwerfen und zu sagen, okay, ich mache da nicht mehr mit oder du hast einen verantwortungsvollen Job. Es geht auch da nicht darum, dass du jetzt sofort kündigst, aber dass du dir klar machst, vielleicht ist es einfach ein bisschen zu viel funktionieren. Vielleicht sind das alte Muster, die da in mir wirken. Und noch mal, dass du dich auch wirklich wertschätzt dafür. Es ist ja eine enorme Stärke, die wir da in uns tragen. Das muss uns erstmal jemand nachmachen. Dieses unfassbare alles organisieren und ähm alles zusammenhalten, gucken, dass uns die Freundschaften nicht verloren gehen und natürlich, dass es unseren Kindern gut geht. Aber ich weiß nicht, wie oft ich junge Mütter begleite und die können einfach nicht mehr. Das kann doch nicht der Preis sein. Das kann doch nicht der Preis sein für dieses kostbare Leben, dass du irgendwann zusammenbrechst. Ich möchte das so sehr ans Herz legen. Vielleicht merkst du das. Und es gab einen Moment in meinem Leben, da waren meine Kinder klein und ich hatte einen Vollzeitjob und es war ein ganz normaler irrer Morgen mit kleinen Kindern, wenn du weißt, die müssen jetzt rechtzeitig zur Schule oder in den Kindergarten und du musst rechtzeitig bei der Arbeit sein. Und ich war in diesem Modus. Bam, bam, bam, bam. Und mein Mann sah, mir geht's nicht gut. Und er wollte mich in den Arm nehmen. So eine liebevolle Geste. Und bei mir war, ich bin ich ja, ich konnte das gar nicht aushalten. Ich konnte das stehen bleiben nicht aushalten. Ich musste los. Und dann endlich kamen diese Tränen der Verzweiflung, die ich jahrelang mir nicht erlaubt hatte. Was ich damals nicht wusste, war, das war mein Nervensystem, das mich da nicht anhalten lassen wollte. Das war im Fluchtmodus oder im Kampfmodus, kann ich dir gar nicht sagen, aber es war unterwegs und anhalten wäre eine riesengroße Gefahr gewesen. Nun hat mein Mann mich angehalten. Wie kannst denn du dich einmal anhalten? Und zwar so, dass es sich gut anfühlt für dich. Also, stell dir vor, du steckst jetzt den Schlüssel in die Rüstung und machst eine ganz ganz vorsichtige Bewegung. Drehst schon mal ganz ganz vorsichtig und frag dich das, wo in meinem Leben könnte ich einmal etwas anders machen? Könnte ich einmal so ein bisschen aus dem Funktionieren aussteigen? Was möchte ich stattdessen tun? Das ist super super wichtig, dass du ein nicht nur dieses weg vom Funktionieren hast, sondern auch wo will ich denn eigentlich hin? Was ist das in mir, was ich vielleicht als Kind gerne gemacht habe und was ich mir dann in solchen Minuten, in denen ich mal nicht funktioniere gerne schenken möchte als Erfahrung. Und ich sag dir, wenn du das tust, dann können die absurdesten Sachen in deinem Leben geschehen. Und bei mir war es, dass ich dann gesagt habe, okay, das geht so nicht weiter. Und ich habe mir erlaubt, mich auch einfach mal hinzuleggen nachmittags. Und dann lag ich also auf dem Sofa und mein Sohn kam von der Schule nach Hause und meinte: "Mama, bist du krank? Ist alles in Ordnung. Bah, das war noch mal so ein Warnsignal, denn auch das, was wollen wir denn unseren Kindern mitgeben? Was wollen wir ihnen vorleben? Wollen wir wirklich sagen, ich bin die Funktionsmaschine oder wollen wir vielleicht auch einfach mal innerhalten und Ihnen zeigen, wie das geht? Wer bist du, wenn du niemand sein musst? Möchte dir einen Satz mitgeben, den du dir in Momenten, in denen du merkst, ich bin hier so sehr am Funktionieren, sagen kannst. Und dieser Satz ist, ich wähle mich. Oha. Und dann kann es wirklich sein, dass da ein ganz schlechtes Gewissen kommt, dass da eine Stimme kommt, das ist egoistisch oder vielleicht sogar, dass du Schuld spürst, dann kannst du dir sagen, die ist alt. Es hat nichts mit deinem Leben zu tun. Setz dich einmal hin und sag dir, ich wähle mich. Wenn sich das für dich gut anfühlt, dann schreib einmal in die Kommentare so als erster Schritt für dich. Ich wähle mich. Damit machst du mir ein riesengroßes Geschenk und dir sowieso. Also, wählst du dich. Vielleicht hilft dir eine Erkenntnis, diesen Satz auch wirklich zu leben. Ich wähle mich nämlich es ist eine Riesenentlastung für unser Umfeld. Wenn wir dafür sorgen, dass es uns gut geht, dann müssen es die anderen nicht mehr für dich tun. Wenn du weißt, was deine Bedürfnisse sind, dann kannst du diese Last von den Menschen nehmen, von denen du erwartet hast, dass sie genau wissen, was du brauchst, ohne dass du es auch nur erwähnen musst oder dass du herausfinden musst, was du eigentlich willst. Im Oktober hier in Portugal wird ein Retreat nur für Frauen stattfinden. Wir legen alles nieder und dann, wenn wir uns niedergelegt haben, dann können wir wieder aufstehen wie Phönix aus der Asche. Wie hört sich das an? Wenn du dabei sein möchtest, es gibt acht Plätze, dann kannst du mir einfach eine Mail schreiben an [email protected]. Ich freue mich von dir zu hören. Es wird großartig. Also, wähl dich. Danke für dich.

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