Die Welle surfen? Was dich trägt, wenn du denkst, du gehst unter
Du lebst oft im Strom des Lebens wie im offenen Meer und fühls dich als Wellenreiterin oder Wellenreiter angegriffen. Aber was, wenn wir unsere Perspektive ändern und die Wellen nicht mehr als Gefahr sehen, sondern als Chance?
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Manchmal fühlt sich das Leben an wie ein offenes Meer. Und dann sind wir gefragt als Wellenreiterinnen oder Wellenreiter. Kennst du das? Wellen, wohin du schaust? Manche schön, andere na ja. Und manchmal stehst du da und du fragst dich, wie soll ich das nur schaffen, nicht unterzugehen? Wie kann ich denn da jetzt durchkommen? Und darum geht's in dieser Folge. Ich möchte ja gerne von einem Moment, von meinem Moment im Meer erzählen und davon, wie sich die Perspektive ändert, wenn wir mittendrin sind oder wenn wir eben draußen stehen. Mein Name ist Katrine Stahl. Ich bin Körpergestaltcoach und ich begleite Menschen achtsam durch die Wellen ihres Lebens und ja, besonders in Umbruchphasen scheinen die Wellen manchmal ganz schön hoch zu sein und manche sind es auch einfach und wie können wir denn dann damit umgehen? Also neulich war ich im Meer. Das ist jetzt keine große Nachricht. äh hier in Portugal im Sommer ist eben das Meer. Und ich war also da drinne und während ich mich durch die Wellen bewegte, hatte ich das Gefühl, wow, die sind ganz schön hoch und das ist ganz schön viel. Ich muss echt aufpassen, dass ich nicht untergehe. Und mein Körper war blitzwach und ich hatte Präsenz in jedem Muskel und ich spürte die Kraft des Wassers, was auf der einen Seite großartig war und auf der anderen Seite hatte ich auch ganz schön Respekt und ich bin geschwommen und es war so schön und es hat so gut getan. Ich habe nicht aufgehört, nur weil ich dachte, die Wellen sind gerade so hoch. Na ja, und was soll ich dir sagen? Kennst du wahrscheinlich auch, als ich dann später am Strand saß in meinem Handtuch und wieder trocken war, habe ich noch mal auf das Meer gesehen und von hier aus sahen die Wellen so harmlos aus, so viel kleiner, so viel sanfter und fast freundlich. Und da hatte ich eben diesen Gedanken für diese Folge, weil ich dachte, wie oft fühlt sich etwas in unserem Leben riesig an, weil wir eben mittendrin sind und weil wir nicht am Ufer stehen. Und was brauchen wir denn, um anders auf die Wellen blicken zu können? Und was wünschen sich die Wellen von uns? Vielleicht bist du ja gerade mittendrin in einem Umbruch und siehst das Land nicht. vor lauter Wellen, weil du ja, weil du versuchst gegen die Wellen anzukämpfen. Vielleicht kämpfst du gegen eine ganz besondere Welle, von der du, wenn du mal von oben drauf schauen würdest, vielleicht gar nicht weißt, wie groß sie tatsächlich ist. Und dann braucht es jemanden, der dich nicht retten will, sondern der bei dir bleibt oder die bei dir bleibt, während du schwimmst und die dir die Wettung Rettungsweste reicht, wenn du vielleicht mal kurz untergehst, bevor du wieder auftauchst und die dann da ist, wenn du wieder an Land stehst, damit du zurück gucken kannst und sehen kannst, wie habe ich das geschafft. Ähm ja, ich bin für dich da und ich begleite Menschen mit Stille und mit Präsenz, mit ganz viel Resonanz und lass uns gucken, was die Welle, in der du dich gerade befindest wirklich bedeutet. Und weißt du, was mir dieser Moment im Wasser gezeigt hat? Wenn wir mittendrin sind, dann verlieren wir einfach den Blick. Alles scheint größer und bedrohlicher und auch unlösbarer und wir spüren unseren Atem nicht mehr und den Boden unter unseren Füßen nicht und wir kämpfen oder wir tauchen unter manchmal braucht es das, manchmal braucht es das wirklich, dass wir uns auch einfach hingeben und weißt du was nicht hilft, wenn eine Welle kommt, dass wir uns dann wehren, dass wir zappeln. dass wir uns steif machen und manchmal denke ich, wir versuchen tatsächlich das Wasser dazu zu überreden, nicht nass zu sein, aber das ganze Leben ist nass. Wir müssen uns nass machen, damit wir durch das Leben elegant schwimmen können und wir können kämpfen, wie wir wollen. Die Welle kommt sowieso und die wird auch nicht kleiner davon. dass wir ähm versuchen, die Welle am Brechen zu halten, äh zu hindern und manchmal schlägt sie über uns zusammen und manchmal sagte ich ja schon, gehen wir kurz unter und manchmal brauchen wir wirklich genau das, denn wenn wir dann kurz untergegangen sind, wenn wir das Meer des Lebens Dinge haben mitreißen lassen, aus unserem Körper herausreißen lassen. Vielleicht haben wir es auch herausgeschrien, weil da so viel los war in uns, weil so viel weg wollte. Wenn wir das getan haben, dann können wir wieder ruhiger werden und dann finden wir auch unseren Atemfluss wieder. Wir tauchen wieder auf und wir schauen zurück und merken, ich bin noch da. Und plötzlich ist da auch wieder diese Weite. Und manchmal genügt wirklich eine kleine Pause, ein langsamer Atemzug, damit du wieder an Land gehen kannst. Du brauchst diesen Blick von außen, du. Und es ist kein Entweder oder ja, es ist nicht entweder gehe ich unter oder ich bleibe oben, sondern es ist wirklich, wie ich jetzt schon zweimal gesagt habe, glaube ich, es ist manchmal braucht das Leben, dass ich ganz tief tauche, dass ich mich dem Schmerz wirklich stelle, dass ich aufhöre wegzurennen und ich sag dir, ich habe hier vor ein paar Wochen ähm auf dem Boden gelegen und mein Schmerz war so groß und und er musste raus. Ähm und auf einmal war da diese Stille und in den Tagen danach kam die Freiheit und ich weiß auch, das war nicht die letzte Welle meines Lebens. Das ist auch der Fehler, den wir machen. Wir denken, das Leben müsste so ein ja so ein so ein seichter Teich irgendwie sein. Und für manche Menschen scheint es das auch zu sein. Und m dann tobt die Welle im Innen und irgendwann bricht sie im Innen. Wir wir kommen nicht drum rum und ich möchte dir keine Angst machen, sondern ich möchte dir Mut machen. Denn wirklich hinter dieser großen Welle, die du manchmal auch ganz locker und elegant surfen kannst, da wartet deine innere Freiheit, da wartet auch die Ruhe. Denn wenn wir ständig im Kampf sind, dann ist unser Nervensystem in Aufruh. Und wenn wir in Aufruhe sind, dann ist da kein Platz für die innere Ruhe. Ich ähm möchte dich auch einladen zu einem Perspektivwechsel. Es gibt Menschen, die blicken aufs Meer und die sehen nur die Gefahr. Und es gibt Menschen, die schauen auf die Wellen und denken: "Wah, so viel Lebendigkeit." Und auch hier geht es nicht um entweder oder du musst nicht der eine Mensch sein oder der andere, aber manchmal hast du die Möglichkeit, dich zu entscheiden. Für einen Blick in die Lebendigkeit herein und ja und auch Schmerz kann lebendig sein und das können wir üben. Ich denke gerade, ich mir kommt noch ein Bild mit mehr und ich mag dieses Bild sehr gerne. Es war unser Sohn, der gerade laufen konnte und wir waren mit ihm am Meer und dieser kleine Pups, der steht da also und streckt seine Hand aus und brüllt dem Meer entgegen halt Meer. Und vielleicht möchtest du dieses Bild mal für dich mitnehmen. Wann denkst du schreien zu können Haltstopp mehr oder Haltstoppelle? Und dann guck mal, manchmal geht das, denn manchmal kommen Wellen auf uns zu, die gehören nicht zu uns, da sind wir im falschen Meer. Dann haben wir uns im Meer eines anderen Menschen verirrt. Und ganz ehrlich, das passiert gar nicht so selten. Und dann kannst du gucken so, wo ist denn jetzt mein Meer und was möchte denn in meinem Meer gesehen werden? Und vielleicht sind in deinem Meer die Wellen gerade gar nicht so hoch. Also in welchem Meer stehst du gerade? Ist es wirklich deins? Und wie hoch sind deine Wellen wirklich? Und wenn sie hoch sind, bist du mutig in diese Lebendigkeit einzutauchen? oder kannst du es gerade surfen? Wonach ist dir und was ist wirklich wirklich dran jetzt für dich? Ich wünsche dir so sehr von Herzen eine gute Begleitung, denn wir müssen das nicht alleine schaffen. Ähm ja, auch gute Schwimmer brauchen manchmal jemanden, der da ist, wenn sie ganz weit rausschwimmen und vielleicht einen Krampf in der Wade bekommen. Ja, und ich bin so gerne für dich da. Entweder hier in einem Retreat Zeit nur für dich oder in einem Retreat in einer Gruppe zu verschiedenen Themen, die ich anbiete oder online, wenn du lieber zu Hause bleiben möchtest. Danke, dass du hier mit mir gesessen hast, heute zwar auch am virtuellen Lagerfeuer, aber auch mitten im Meer mit mir geschwommen bist. Und ich wünsche dir ein gutes Nachspüren. Schenk dir Zeit damit und zeig deinem Leben, wie kostbar es ist. Alles Lieve deine Katrine.
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