Kathrin StahlBegleitung in Umbruchphasen
Beziehung

Wie du liebevoll Verantwortung für dein Leben übernimmst - Teil I. René Träder von 7Mind

Liebe Zuhörerin, entdecken Sie in diesem Podcast die Möglichkeit, Ihr Leben mit Liebe und Verantwortung zu führen – wie René Träder von Seven Mind es lehrt. Erläbter Strandgespräch mit einem Coach über Achtsamkeit und Resilienz, das euch inspirieren soll, auch bei Herausforderungen Ihr Leben zu zeigen und zu schätzen.

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Liebe Menschen am Lagerfeuer, herzlich willkommen bei dieser ganz besonderen Podcast Folge. Ich freue mich, wie verrückt, dass bei uns René Träer sitzt. Äh, ich sage gleich etwas über René, aber falls du jetzt hier zum ersten Mal an diesem Lagerfeuer sitzt, dann möchte ich dich kurz mitnehmen. Stell dir vor, du läufst an einem Strand entlang und in der Ferne siehst du ein Lagerfeuer und du gehst darauf zu und du hast äh einen Gesprächsfetzen aufgegriffen und es hört sich so spannend an. Vielleicht ist es ein Thema, dass du schon lange bewegst oder eins, das für dich neu ist, aber du möchtest dich so gerne dazu setzen. Und dazu laden wir dich jetzt ein, Ren Träer und ich und wir sitzen hier äh weil René ähm ein ganz wundervolles YouTube gemacht hat, dass ich entdeckte ähm ist schon ein bisschen länger her und äh das heißt Werde Erlebnismillionärin. Äh, und das hat mich so ähm ja berührt, weil das so sehr mein Thema ist, ne? Zeig deinem Leben, wie kostbar es ist. Und genau darum ging es. Ren ist ähm ja, er ist äh Coach, begleitet Veränderungsprozesse vor allen Dingen in Firmen und er spricht den Podcast von der wundervollen Seven Mind App, eine Meditationsapp. Genau, René, wir werden gleich noch viel mehr über dich erfahren. Herzlich willkommen. Danke, dass du da bist. Ja, vielen Dank für die Einladung. Du hast ja gerade gesagt, Ren ist hier eingeladen, weil er ein Video gedreht hat, aber ich bin eingeladen, weil du mich eingeladen hast und [gelächter] weil du Lust hattest auf dieses Gespräch und ja, vielen Dank dafür. Ja. Oh, ich möchte noch etwas sagen zu deinen Kerzen, dass du dir so eine Mühe gegeben hast, weil wir hatten ja versucht, den Hintergrund einzurichten. Aus irgendeinem Grund äh hat der Hintergrund verrückt gespielt und dann ist Ren noch mal losgegangen und hat extra Kerzen geholt, damit es wie an einem Lagerfeuer ist. Ja, und eine ist ausgegangen. [gelächter] Ja. Und genau und jetzt zündet René die zweite noch mal an. Die will aber nicht. Aber ich finde René, das ist schon mal ein wunderschöner Einstieg auch in Achtsamkeit, weil Achtsamkeit bedeutet ja auch, wie begegnen wir uns in Gesprächen und dass du dir jetzt so eine Mühe mit dem Hintergrund gegeben hast, weil wir gemeinsam am Lagerfeuer sitzen. Das fand ich schon mal sehr schön und so wertschätzend. Ja, ich fand es so schade, dass es mit dem Hintergrund gar nicht geklappt hat, weil der so geflackert hat und vielleicht steckt da so ein bisschen Achtsamkeit drin eben zu schauen, was geht denn dann oder vielleicht ist das eben auch so eine Form von Resilienz, wo ich eben so ein großer Fan bin, mich zu fragen, okay, wenn das jetzt nicht geht, was geht denn dann aber? Was ist denn die zweitbeste Variante vielleicht? und so halt irgendwie durchs Leben zu gehen, weil viele Sachen klappen nicht, die wir uns vornehmen, die wir uns wünschen, die wir erhoffen und ersehnen und dann ist immer die Frage, ja, platzt es jetzt, brechen wir es dann ab oder sagen wir, was geht denn auch? Und aus der zweitbesten Variante wird ja manchmal auch sogar die beste Variante da, wenn man dann ins Probieren kommt und ins Machen kommt und plötzlich feststellt, ah, guck mal, was jetzt alles geht, was ich vorher gar nicht dachte. Bei dir heißt es ja Glück über Zweifel und der Zweifel ist ja auch erstmal so ein innerer Widerstand oder so ein so eine Bremse, so ein ja so ein Moment, wo man vielleicht auch unzufrieden ist mit etwas, wo man ins Zweifeln kommt und was man eigentlich ja weghaben will. Ich will nicht zweifeln, aber einen Wert im Zweifeln zu erkennen und darüber vielleicht einen guten Weg, einen glücklichen, einen freudvollen Weg zu gehen, das ist ja was ganz wunderbares dann. Ja. Ja, das schön, dass du das ansprichst, weil Glück über Zweifel ja eben dieses zweideutige auch hat, ne? So für mich ist das auf der einen Seite, wir stellen unser Glück über unsere Zweifel und gehen los, unbeirrt und auf der anderen Seite eben so wie du es gerade formuliert hast, so es ist auch wirklich ein Glück, wenn wir uns unseren Zweifeln widmen, weil sie ja einen Grund haben, dass sie da sind. Die haben eine wertvolle Funktion. Ja. Ja. René, es geht ja in diesem Podcast um die Helden und Heldinnenreisen des Lebens. Nimm uns doch mal mit, wie bist du dahingekommen, wo du heute bist? Wie bist du äh Experte von Resilienz und Achtsamkeit geworden? Ja, spannend. Mal gucken, was ich vielleicht in 10 Jahren dann dazu sage, weil diese Heldenreise ist ja auch noch gar nicht beendet. Mhm. sondern ich bin ja unterwegs und obwohl ich natürlich Workshops dazu gebe und Vorträge gebe, bin ich natürlich auch immer noch ein Lernender, weil das Leben mir ja auch Dinge schickt, die mich vor Grenzen stellen, ähm vor Veränderungen stellen, auch mit Unzufriedenheit natürlich konfrontieren, mit Dingen, die nicht klappen, mit Ängsten, mit Sorgen. Das heißt auch, ich lerne natürlich immer noch und das finde ich irgendwie auch ganz wichtig, das so als Lebensaufgabe auch zu begreifen, auch diese Achtsamkeit, dass man jetzt nicht fertig ist, weil man jetzt vielleicht dreimal meditiert hat oder so, sondern dass es eben wirklich ein Weg ist und auch zu einer Lebensphilosophie werden kann und ja, mein Lebenslaufe zu erzählen ist vielleicht wahnsinnig lang. Ich versuch's mal kurz zu machen. Also, ich fand Psychologie immer sehr spannend und wollte das gerne auch studieren. Konnte aber nicht, weil ich nicht 1,0 im Abi hatte. Und dann habe ich erstmal einen ganz anderen Weg genommen, den ich aber auch total schön fand und wichtig fand für mich. Das war der mediale Weg. Ich habe im Radio angefangen Praktiker zu machen und dann irgendwann ein Volontariat zu machen und es war so ein ganz großer Traum im Radio zu arbeiten, weil ich als Jugendlicher eben so gerne Radio gehört habe und das für mich so ganz wichtig in meiner Entwicklung auch war, so Vorbilder zu hören, witzige Leute oder intelligente Sachen zu hören, die mich zum Nachdenken anregen und da gab es Radio Fritz in meiner Jugend und das war einfach ganz großartig und da ist dieser Wunsch entstanden. Ja, das würde ich auch gerne mal machen wollen, aber irgendwie dachte ich, ja, wie soll denn das gehen? Na ja, also es gibt ja so wenig Radiosender, so wenig Radiomoderatoren und warum soll ausgerechnet ich das irgendwie mal machen dürfen und habe da nicht dran geglaubt und bin dann aber tatsächlich diesen Weg gegangen, habe das viele Jahre gemacht und hatte dann irgendwann auch Zweifel, weil ich das Gefühl hatte, alles mal gemacht zu haben, was man da so machen kann und auch festgestellt habe, dass natürlich das auch ein Job ist, der auch anstrengend ist, der auch konfliktreich ist, der vielleicht auch unsicher ist in so einer Medienwelt, wo sich ganz viel auch verändert, wo Radiosender zumachen, wo neue Programmdirektoren kommen und ganz neue Ideen haben und sagen, mit der alten Mannschaft wollen wir nicht arbeiten, wir machen alles neu und so weiter. Man sieht manchmal in der Stadt so Plakate, wo dann steht der neue Morgen bei Radio XY und sowas passiert halt ständig, dass so eine Strukturreform passiert und es macht mit einem Menschen unglaublich viel und da kam ich irgendwann so ins Zweifeln. und habe aus so einer Sinnkrise heraus dann tatsächlich mich entschieden, das war ein langer Prozess von einem Jahr zu kündigen und Psychologie zu studieren, weil ich mal mitbekommen hatte, wie Veränderungsprozesse durch externe Psychologen bei uns im Sender unterstützt worden sind auf eine sehr gute Weise. Und das schwebte noch ganz lange bei mir so im Kopfher und dann war das so eine Vision, sowas könnte ich ja vielleicht auch mal machen. Und dann habe ich tatsächlich studiert 5 Jahre lang oder sechs vielleicht sogar und ähm genau habe parallel auch eine Ausbildung gemacht im Bereich Training und Coaching und bin immer mehr dann auch zu dem Achtsamkeitskonzept gekommen, bin irgendwann zum Resilienzkonzept gekommen und habe da für mich so eine Heimat gefunden, weil ich damit ganz viel verbinde, was eigentlich so typisch Mensch sein könnte, was aber in unserer Welt häuf häufig keine Rolle spielt oder so untergeht, weil unsere Welt so schnell ist, so laut ist, so konsumorientiert ist, so bewertend und abwertend ist. Und das sind Elemente von denen ich glaube, dass sie uns als Individuum gut tun, aber eben auch als Team, als Organisation oder eben auch als Gesellschaft gut tun. Und so bin ich immer tiefer eingekommen und finde das für mich als Denkbrille, um auf die Welt zu schauen, auf Verhalten zu schauen, immer ganz gut, weil ich glaube, dass es wirklich eine Bereicherung ist und uns mehr zu uns selbst führen kann, zu einer besseren Kommunikation, zu einem besseren Miteinander, zu besseren Entscheidungen und eben auch zu einem bewussten Leben. Ja, das bewusste Leben. Genau. Genau. und das bewusste uns gegenübertreten, uns selbst und anderen Menschen. Ja. Mhm. Und Resilienz ist ja gerade so in vieler Munde. Ähm so für mich bedeutet das ganz oder hat ganz viel zu tun mit Selbstverantwortung. Wie wie ähm nehme ich das mein Leben äh in die Hand? Wie viel gebe ich ab an Verantwortung und wie viel äh traue ich mir zu oder mute ich mir zu eigentlich ähm äh verändern zu können, wie viel Selbstvertrauen auch habe ich und wie nah bin ich äh bei mir? Wie wie definierst du Resilienz? Ja, das hast du großartig schon gesagt und diese Selbstverantwortung, von der du sprichst, das ist aus meiner Sicht auch mit vielleicht der wichtigste Faktor, den man als Mensch entwickeln kann, dass man so ein Gespür, so ein Gefühl dafür bekommt, dass das mein Leben ist und dass niemand anderes mich glücklich machen wird oder für mich eintreten wird. Das kann schon mal in Einzelfällen passieren, aber am Ende geht's immer darum, was kann ich tun? damit ich zufriedener bin. Was kann ich tun, um ein Problem zu lösen? Was kann ich tun, um und so weiter. Und ja, mein Eindruck ist schon, dass diese Einstellung häufig fehlt und man kritisiert Systeme oder andere Menschen und sagt, wenn mein Nachbar anders wäre, dann wäre das eine total schöne Wohngegend. Ja, oder eben bish, wenn die Regierung anders wäre, dann wäre es alles gut. Die Frage ist immer, wie kann ich mit dem umgehen und vor allem eben auch, wie kann ich Verantwortung trotz negativer Dinge im Hier und Jetzt übernehmen für den Moment oder eben auch für meine Zukunft. Und ich habe mal zu unserem Lagerfeuer diesen Luftballon mitgebracht, der mich auch in Workshops oder so begleitet. Hier kann man ganz schön noch mal das Prinzip der Resilienz sehen. Also für alle, die jetzt nicht als Podcast hören, sondern bei dir auf deinem YouTube-Kanal zuschauen. Das macht das Leben mit uns. Das zieht an uns. Es entsteht Druck durch Konflikte, durch Zeitprobleme, durch Deadlines, durch Fehler, durch Pannen, durch Unzufriedenheit. So, das heißt, wir verändern uns und Resilienz bedeutet so viel wie zurückspringen oder zurückprallen. Aha. dass man also wieder in seine ursprüngliche Form kommt, dass also die Belastungen einen nicht so grundlegend verändern, dass man jemand ganz anderes wird oder dass man daran zerbricht. Und so kann man eben Resilienz als eine Fähigkeit betrachten, wieder zurückzukommen in die ursprüngliche Form. Und da scheint mir diese Verantwortungsübernahme, dieses Mindset erstmal schon das Wichtigste. Und dann gibt's viele andere Faktoren, die da auch noch eine Rolle spielen, um mit Problemen umzugehen, mit Schwierigkeiten, mit Konflikten umzugehen, mit Veränderungen umzugehen und aber auch um auch positiv zu denken, Zufriedenheit zu entwickeln, Selbstvertrauen zu entwickeln, Dinge zu machen, mutig zu sein, ins Handeln zu kommen und das Leben wirklich zu nutzen, zu gestalten, so gut es denn geht für den Moment. Mhm. Ja. Und das braucht ja ganz viel Nachaziehung unserer Selbst, ne? Wenn ich denke gerade so, was passiert denn mit uns in der Schule? Wir werden ja dazu erzogen, äh unsere Kinder werden dazu erzogen, Verantwortung abzugeben, ähm nicht mehr aus sich selber herauszulernen, sondern weil irgendjemand sagt, wo sie hinlernen sollen. Und uns wird ja Resilienz aberzogen und auch diese Selbstverantwortung in vielen Bereichen und genau und jetzt geht es halt darum, ne, zu schauen so, wann habe ich denn gelernt, dass ich ohnmächtig bin, dass ich nichts ändern kann und ähm so das ist so diese eine Sache, oder? Wie was wie was gibst du Menschen mit in deinen Vorträgen über Resilienz, wie sie gut für sich sorgen können? Wie kommen Sie wieder in die Ursprungsform zurück? Ich finde das sehr schön übrigens dieses Bild mit dem Luftballon sehr eindrücklich. Ja, vielleicht noch einen Satz davor. Also, ich glaube, es gibt immer vereinzelt Lehrerinnen und Lehrer, die sich gute, also die sich wirklich Mühe geben und versuchen innerhalb des Systems, in dem sie arbeiten, Momente zu schaffen, wo man sowas wie Resilienz erfahren kann. Mhm. Und dann gibt's natürlich auch viele Lehrerinnen und Lehrer und eben das System verleitet dazu ja auch wirklich wegzukommen von der Person, von den Stärken, von dem was jemand mitbringt, sondern wirklich zu so einer auswendig Lernmaschine zu werden oder eben auch gar nicht den Prozess des Lernens zu würdigen, sondern eigentlich nur den Erfolg. Also, wenn jemand vorher eben gar nichts verstanden hat und plötzlich so eine Grundidee hat, dann ist es ja schon riesiger Schritt für die Person. Aber der fällt dann trotzdem durch, weil er einfach nicht die Leistung erreicht hat, die irgendjemand da mal festgelegt hat. Und das ist natürlich wirklich ein schwieriges System, was auf Ellenbogen ist, was auf Vergleichen ist, was nicht stärkenorientiert ist und wir lernen so vieles in der Schule eben leider nicht, wie man mit anderen gut umgehen kann. ist natürlich immer wieder auf weniger Ausnahmen. Ich hatte auch so zwei, drei Lehrerinnen, Lehrer, die haben solche Sachen in Gruppenarbeiten versucht deutlich zu machen oder die ihre Werte gelebt haben. Aber ansonsten ist so ein bisschen die Frage auch gerade in unserer heutigen Zeit, was kann den Schule leisten? Wir haben künstliche Intelligenz, wir haben Wikipedia, wir haben so viele Sachen, die wir früher nicht hatten und das pure auswendig lernen und niederschreiben, das ist irgendwie nicht das, was uns hilft in unserer Zeit oder so. Ja, und da braucht es glaube ich einfach was anderes und die Arbeit am Menschen, das selbster erkennen, wer bin ich, wer kann ich sein, wie können wir gemeinsam sein, das wäre ein gute ein gutes Thema für Schule auf jeden Fall. Ja. Ja. Ja. Und was gebe ich den Menschen mit? hast du gefragt. Das ist natürlich so eine große Frage. Ähm, ich was ich immer mitgebe, ist erstmal so eine Grundidee von Resilienz und mit dieser Überzeugung, dass wir die trainieren können und dass wir ein paar Millimeter, ein paar Zentimeter mehr Resilienz trainieren können und dass wir nicht nur hoffen müssen, dass wir nicht nur dem Schicksal einfach so ausgeliefert sind, sondern dass da Dinge sind und dass man eben auf die verschiedensten Faktoren einmal schauen kann und gucken kann, aha, was stärkt mich denn oder was hat mir denn früher auch geholfen? also auch so eine Art Krisenkompetenz zu entwickeln und auch zurückzuschauen auf das Leben und zu sagen, stimmt, die Trennung, die Jobfrustration, was auch immer, war total negativ und furchtbare Erinnerungen, aber da habe ich auch gemerkt, was sind meine Werte oder was ist mir wichtig, was kann ich auch bewirken und sowas versuche ich mitzugeben und dass es dann eben Arbeit bedeutet. Also Resilienz ist jetzt keine Pille, die man schluckt oder kein einmaliges irgendwas machen, sondern das bedeutet eben eine Auseinandersetzung, die auch natürlich anstrengend sein kann, die auch traurig sein kann, die auch sich wie ein Rückschritt vielleicht auch wieder anfühlen kann, wenn man plötzlich Themen bearbeitet, die man schon lange nicht mehr angeguckt hat. Aber ich glaube, es lohnt sich diesen Aufgaben zu stellen und daran zu arbeiten, um eben diesen Kontakt mit sich selbst besser herstellen zu können. Das ist so vielleicht ganz grob in einigen Sätzen versucht zu formulieren, was ich gerne mitgeben möchte. Mhm. Das ist schön. Ich finde auch schön, dass du das noch mal sagtest. Also erstmal, dass du gerade sagtest, es gibt auch Ausnahmen bei äh Lehrerinnen und Lehrern und das ist mir auch so wichtig. Ja, ich kenne auch ganz viele, die eine fantastische Arbeit machen und danke, dass du das noch mal äh angesprochen hast. Und das andere war so dieser Rückblick. Ähm weil ich bin äh ich arbeite ganz viel damit, dass wir darauf achten, welche Geschichten erzählen wir uns denn über uns selber? Und ähm wir erzählen uns ja ganz häufig eine Opfergeschichte und genau das, was du sagst, wenn wir dann aber mal zurückgucken und äh schauen, so was habe ich denn in meinem Leben schon alles gemeistert, dann ja, dann kommen wir aus dieser Opfergeschichte ganz schnell raus. Dann hat die keine Chance mehr. Ähm zumindest nicht rückblickend in bestimmten Situationen. Und das ist ähm das ist wahnsinnig selbstermächtigend. Mhm. Ja, genau. Also Verantwortungsübernahme ist eigentlich auch das Gegenteil von so einer Opferhaltung, in die man natürlich erstmal reinrutschen kann, die einem auch ein warmes Gefühl gibt von ich bin nicht schuld, ich kann nichts dafür, die anderen sind's und mir steht was Gutes zu. Das steckt ja alles so ein bisschen in dieser Opferhaltung drin und so ein bisschen auf Pause drücken in Anführungsstrichen, aber wenn man eben zu lange darin verrat, das ist halt unglaublich ungesund, weil man natürlich dann auch keine Lösungen entwickeln kann. Weil man nichts anderes machen kann, weil man sich so ohnmächtig fühlt. Und ich erinnere mich an einen Vortrag vor paar Monaten, da ging es eben auch darum, wie kann man mit der Arbeitsbelastung in dem Unternehmen umgehen und dass man eben nein sagt, dass man abgibt Arbeit, dass man äh sich Unterstützung sucht und so weiter. Und dann kam danach eine Person zu mir und meinte: "Ja, es ist ja alles schön und gut, aber sie arbeitet halt in Teilzeit und sie muss einfach an einem freien Tag, den sie in der Woche hat, muss sie einfach noch mal den Rechner anmachen und arbeiten, weil man kann das eben nicht schaffen." Und ähm ich bin ja nun nicht diese Person, ich weiß ja nun auch nicht, wie es ist. Aber was eben ganz schnell passiert ist, dass man keine Idee davon hat, wie es auch anders sein könnte oder was man selber dazu beitragen könnte. Und dann ist eben die Frage, hast du das schon mal kommuniziert oder was wäre denn eine Alternative? Ist denn, du musst was abgeben, bist du auch bereit, was abzugeben oder hast du dann nämlich das Gefühl, dass du ersetzbarer wirst oder hast du dann das Gefühl, dass du nicht mehr produktiv bist, dass du zu viel Geld bekommst? Also, wo sind auch Anteile von dir, das deutlich zu machen? Und das ist auch was, was ich im Coaching immer wieder erlebe und natürlich auch in meinem eigenen Leben erlebe, dass man sich manchmal eben die Opfergeschichten erzählt und dadurch zur zuer so einer Richtung guckt, wo eben keine Lösungen sind und wo man weiter in dieser Mühle ist. Mhm. Mhm. Ja. Ja. Du äh sagtest auch gerade mal nein sagen. Ich habe vor einiger Zeit einen ganz tollen Podcast von dir äh gehört in dem Seven Mind Podcast. Da ging es um Grenzensetzen und da hast du ganz viel über die Kinder äh gesprochen und äh lass uns das kurz aufnehmen, weil ich das auch so unfassbar wichtig finde. Wie leben wir unseren Kindern Grenzen vor? Was geben wir unseren Kindern mit? Ähm dürfen die das? Weil ich, also fast alle, ich arbeite ja hauptsächlich mit Frauen und äh Familien und äh fast alle Frauen, die zu mir kommen und wenn dann die Pferde noch ins Spiel kommen, dann wird's besonders krass, weil Pferde, die testen ja ohne Ende unsere Grenzen, Tiere. Mhm. Ähm und äh und dann wird ganz schnell klar, nee, Grenzen setzen ist jetzt nicht die allererste Stärke. So und woran woran liegt es denn? Wir haben das in der Kindheit gelernt und äh ich fand das ganz ganz schön. Du hast so ein paar Beispiele aufgemacht. Äh, wie also was mich sofort getroffen hat, war dieses ähm ähm gib mal Küsschen oder du kriegst so einen feuchten Bochmatz auf die Wange und darfst aber nichts sagen und dann hinterher machst du heimlich hier äh diesen. Es ist so unfassbar grenzüberschreitend und wir muten unseren Kindern das zu, wenn wir selber uns nicht bewusst sind, dass Grenzen überlebensnotwendig sind. Ähm und ähm so jetzt habe ich ich wollte irgendwo hinreiten, [gelächter] ich habe ich mein Ziel vergessen. Egal. Aber auf jeden Fall das ähm das fand ich so so wichtig. Möchtest du mehr darüber sagen? Ja, gerne. Vielleicht noch zwei, drei weitere Beispiele, um das noch mal zu verdeutlichen, dass ja Kinder natürlich Grenzen setzen an vielen Stellen. Eben z.B. nicht geküsst zu werden von der Tante, die irgendwie bei der Geburtstagsparty noch nach Alkohol oder Zigaretten riecht. Irgendwie ist es vielleicht unangenehm oder man fühlt es einfach auch nicht. Und dann ist es aber ja ungehorsam, wenn man nein sagt. Ja, dann ist man nicht brav, dann ist man nicht gut erzogen, dann ist man kein gutes Kind. Und das gleiche eben auch, wenn man vielleicht weint, wenn man kein Hunger hat, wenn man nicht danke sagt, wenn man sich nicht entschuldigt und dann kommen eben Erwachsene und sagen jetzt entschuldige dich, aber man fühlt es noch gar nicht und man möchte das dann eben auch gar nicht und dann wird man gezwungen eine Haltung einzunehmen, die einem nicht entspricht und man entfernt sich, man lernt dadurch, aha, um zu funktionieren, um geliebt zu werden, um Teil der Gesellschaft zu sein, um nicht in mein Zimmer geschickt zu werden oder irgendwelche anderen Strafmaßnahmen zu erleiden, muss ich irgendwie funktionieren, mich anpassen und anders sein, als ich es eigentlich empfinde. Und mein Empfinden ist falsch. mein Empfinden passt nicht rein und so versuchen wir dann irgendwann ja immer weniger Grenzen zu setzen, haben gar kein Vertrauen darin, das zu machen oder werden irgendwann vielleicht auch sehr radikal, also dass wir uns dann zurückziehen, dass wir nicht mehr andere Menschen uns heranlassen oder dass wir dann irgendwann explodieren, weil wir ganz lange eben das unterdrücken, diesen Impuls jetzt eine Grenze zu setzen und wir erleiden ganz viel, wir haben dann vielleicht so ein Harmoniebedürfnis oder so ein ich habe kein Recht, das zu sagen Gefühl und dann irgendwann kommt aber dieser eine letzte Tropfen und dann ticken wir aus. Übertrieben formuliert und dann wundern sich andere oder wir wundern auch, dass wir dann plötzlich so eine dünne Haut haben, aber eben weil wir nicht gelernt haben oder das nicht durften und da immer gebremst worden sind zu sein, wer wir sind an dieser Stelle. Ja, und das heißt auch gar nicht, dass Kinder alles machen sollen, was sie immer fühlen oder machen oder dass man ihnen keine Regeln gibt. Das heißt es gar nicht, sondern es geht eben darum, ein gesundes Maß zu finden und eben die Realität der Kinder an der Stelle auch zu würdigen und eben auch als Lernprozess, als ausprobieren, als sich deutlich machen, was sie brauchen, was sie nicht wollen, wo es zu weit geht. Und das ist eben so wichtig, um ja eben auch deutlich zu machen, dass dein Körper, der gehört dir. Und wenn da jetzt ein Erwachsener kommt und dir einen Kuss gibt und du willst es nicht, dann hast du alles Recht der Welt zu sagen, so will ich nicht und auch wegzugehen. Und ja, das ist eben etwas, was wir glaube ich unseren Kindern mitgeben können, wenn wir Achtsamkeit, Resilienz, bewusstes Leben, Selbstvertrauen gut finden. Ja. Ja. Ja. Mhm. Was mir jetzt auch gerade kommt, ist so dieses äh ein Küsschen bekommen. Das ist ja schon, das ist ja schon so nah dran am Körper und äh dass wir uns auch immer wieder klar machen, unsere Grenze fängt aber nicht erst hier an, sondern unsere Grenze fängt energetisch schon viel weiter entfernt an. Und ähm es gibt so eine ganz wundervolle Übung, dass du das machen wir bei den Pferden ganz viel, dass du spürst so mir kommt jemand näher, in dem Fall eben das Pferd, wann fange ich an das zu spüren, wenn ich die Augen geschlossen habe? Und das ist so verrückt, wie viel Meter das sind, ähm bis wo wir das schon spüren können und ähm und das im normalen Alltag, ne, ähm haben wir das völlig vergessen. Wir wir haben vergessen, wie viel, dass wir auch energetische Wesen sind. Mhm. Und wo fängt diese Grenzverletzung eben schon an? Mm kann für viele neh Menschen eben schon da anfangen, wo ich mich jeden Tag in eine U-Bahn packen muss und ganz nah an anderen Menschen sitze und das beklemmt mich vielleicht ganz furchtbar. Ich kann das gar nicht aushalten und ähm sich auch das bewusst zu machen, ich darf dann mein Leben ändern. Das ist das ich ich muss das eigentlich um gut für mich zu sorgen. Ja. ich noch mal schön finde, ist auch so ein Zugang zu den Emotionen zu bekommen. Das hast du an der Stelle mit der U-Bahn angesprochen und das ist auch bei den Kindern so wichtig, dass Emotionen halt nicht stören und häufig ist es eben so, die Emotion der Kinder stört, sie weinen oder sie sind wütend oder energielos, antriebslos und dann müssen sie aber ganz schnell umswitchen und ihre Emotionen regulieren, weil es im Supermarkt nicht passend ist, weil sie auf dem Weg zur U-Bahn die Erwachsenen ausbremsen oder weil man das auch wieder ungehörig findet und dann stellen wir plötzlich als Erwachsene fest, dass wir eigentlich immer nur Freude empfinden wollen und Leid, Trauer ganz schnell weghaben wollen, weil wir eben damit gar nicht umgehen können, weil wir irgendwie davon völlig überfordert sind. Und dann gibt's diese Idee eben, ja, wenn ich jetzt mir ganz viel Freude in mein Leben extern hole, dann wird mein Leid ja irgendwie kleiner, wenn ich die Wagschade der Freude fülle. Und eigentlich ist das ja ein totaler Trugschluss und wir sehen ja auch in unserer Gesellschaft, wie sehr uns das natürlich auch in einen irren Zustand am Ende führt, weil wir konsumabhängig werden, weil wir handysüchtig werden, Verhalten ähm verändert sich furchtbar, Shoppingverhalten verändert sich und dass der Weg zur Freude über das Leid erstmal geht oder über den Zweifel geht und das auch auszuhalten und das zu leben. Und das finde ich auch noch mal wirklich schön auch Kindern eben die Grenzen zu erlauben und eben auch die Emotionen zu erlauben. Und wenn wir das als Kinder nicht mitbekommen haben, dass wir uns das jetzt als Erwachsene erlauben und das nehmen,

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